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Koreanische S-Klasse: Praxistest Samsung Galaxy S6 und S6 edge

Mit seinen beiden neuen Spitzenmodellen aus der Galaxy S-Klasse ist Samsung zweifellos ein großer Wurf gelungen: Außen wie innen kann die neue Galaxy-Generation überzeugen. Der Praxistest zeigt, wo die beiden Flaggschiffe ihre Stärken haben.
keyvisual_bg Edel und schön: Das neue Galaxy S Edge von Samsung besticht mit edlem aluminium-Rahmen und abgerundeten Ecken. (© 2015 Samsung PR)

Im Fußball soll die berüchtigte Doppelspitze im Sturm das offensive Spiel voranbringen, um den Gegner mit schnellen Konter unter Druck zu setzen. Hat Samsung Ähnliches mit seinen beiden neuen 6er-Galaxys S6 und S6 Edge vor? Es scheint so. Jedenfalls verlässt der koreanische Tech-Gigant mit seiner neuen S-Klasse die Plastik-Liga und tritt gegen den Platzhirschen Apple und seine iPhone-Riege an.

Mit dem Edge und dessen zu beiden Seiten abgerundeten Display bringt Samsung zudem ein Smartphone in den Handel, das es bislang noch nicht gegeben hat. Beide S6 sollen Spitzenplätze in der Topliga der Metall- und Glas-Smartphones einnehmen. Was die beiden Flaggschiffe aus Korea außer einem schicken Auftritt noch bieten, klärt der Praxistest von „Mittelstand die Macher“.

Augen auf: Hier kommt Edge

Schon auf den ersten Blick unterscheiden sich Galaxy S6 und Galaxy S6 edge deutlich von ihren Vorgängern wie Galaxy S4 oder S5. Denn erstmals bei der Galaxy S-Serie besteht der komplette Gehäuserahmen aus einem Stück Aluminium. Die Rückseite wird aus einer angenehm glatten Glasoberfläche gefertigt, die ähnlich wie bei einer Metallic-Lackierung in Weiß, Schwarz, Gold und jeweils einer Sonderfarbe erhältlich ist: das S6 edge gibt es zusätzlich noch in metallic Grün, das S6 in Blau.

Die neue S-Klasse von Samsung: Edel, schlicht und schön.
Die neue S-Klasse von Samsung: Edel, schlicht und schön. (© 2015 Samsung PR)

 

Das auffälligste Merkmal ist jedoch der zu beiden Rändern hin gewölbte Bildschirm des S6 edge. Wischgesten über den gesamten Touchscreen gehen deutlich leichter von der Hand, weil keine Kante stört. Es fühlt sich einfach angenehm an, mit dem Finger über die Rundungen des S6 edge zu wischen.

Samsung Galaxy-Fans müssen sich aber bei den beiden S6 von liebgewonnen Features verabschieden: Im neuen Gehäusedesign ist weder Platz für einen Speicherkarten-Schacht noch lässt sich der Akku selbst austauschen. Letzteres geht nur unter großem Aufwand im Fachhandel.

Tempo ist alles

Samsung bietet aber nicht nur edles Design an: Die Galaxy S6-Reihe trumpft auch mit innerer „Schönheit“ auf: Wie von den Koreanern gewohnt, steckt in den S-Geräten die neueste verfügbare Technik – angefangen mit einem leistungsstarken Achtkern-Prozessor aus samsung-eigener Produktion. Der Exynos 7420 bringt es auf eine Taktung von 2,1 Gigahertz – pro Kern. Laut Samsung soll der Exynos dank 14-nm-Fertigung um bis zu 20 Prozent höhere Arbeitsgeschwindigkeit bei 35 Prozent weniger Stromverbrauch ermöglichen.

Samsung überzeugt mit seiner neuen S-Klasse
Samsung überzeugt mit seiner neuen S-Klasse. (© 2015 Samsung PR)

 

Der Arbeitsspeicher ist mit drei Gigabyte ebenfalls üppig ausgestattet. In Benchmark-Tests zum Arbeitstempo konnten beide Geräte locker überzeugen und ließen die Konkurrenz um iPhone 6 und HTC M9 ohne Probleme hinter sich.

In der Praxis bedeutet das: Die Menüs flutschen nur so über das Display, arbeitsintensive Apps lassen sich in Windeseile öffnen, auch grafikreiche Spiele lassen sich ohne ruckeln aufrufen.

Highspeed-LTE im Telekomnetz nutzen

Für rasendes Tempo sorgen auch die Funkanbindungen in den S6-Smartphonest: LTE-Verbindungen sind mit bis zu 300 Mbit/s im Download möglich (LTE Advanced, Cat 6). Da dürften sich vor allem Kunden der Telekom freuen: Deren LTE-Netzwerk unterstützt diese neue LTE-Technik. Neben rasend schnellen Downloads sind auch flotte Datei-Uploads mit einem Tempo von bis zu 50 Mbit/s möglich. Telekom-Kunden, die etwa den Tarif Business Flex Datenflat 10 GB oder 30 GB, oder MagentaMobil L Plus nutzen, können von den schnelleren Geschwindigkeiten mit ihrem Galaxy S6 profitieren.

Auch das WLAN in Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge sorgt für Highspeed. Der eingebaute ac-Standard nutzt mehrere Antennen parallel (MIMO-Technik). Im Zusammenspiel mit einem AC-Router (etwa dem Telekom Speedport W 724 V) lassen sich im Büro Übertragungsraten zwischen Smartphone und Firmennetz von theoretisch bis zu 1300 Mbit/s erzielen.

Aber auch wenn in der Praxis eher die Hälfte dieses Wertes erreicht werden dürfte – das Tempo ist immer noch sensationell hoch. HD-Videos etwa von Baustellen, PowerPoint-Präsentationen und hochauflösende Fotos sind auf diesem Weg ruckzuck unterwegs.

Viel Neues, aber auch Gutes

S6 und S6 Edge kommen mit der aktuellsten Android -Version 5.02. Lollipop. Auch Samsungs Benutzeroberfläche Touchwiz wurde überarbeitet. Sie wirkt nun deutlich dezenter und stilvoller und bietet ein paar Neuerungen: Per Smart-Manager erhält man beispielsweise direkten Zugriff auf wichtige Funktionen (etwa Informationen zum Stromverbrauch und zur Aktivierung des Ultra-Stromsparmodus).

Per Wischgeste über den Display-Rand des Galaxy S6 Edge lassen sich spezielle Funktionen aufrufen, die dem normalen S6 fehlen. Die Kanten des Displays dienen zwar nicht wie beim Galaxy Note Edge als praktisches Extra-Display für Schnellzugriffe. Aber es lassen sich bis zu fünf Kontakte für Anrufe und SMS mit jeweils einer festen Farbmarkierung hinterlegen. In Konferenzen oder Meetings werden eingehende Anrufe dieser Kontakte angezeigt, in dem das Display in der entsprechenden Farbe leuchtet.

Ein Fingerwisch von rechts nach links über die Bildschirmkante zeigt außerdem den letzten Anrufer an oder Sie streichen mit dem Finger nach oben und unten an der Kante entlang, dann erscheinen dort die aktuelle Uhrzeit sowie Wetterinfos. Besonders praktisch: Die Uhrzeit können Sie sogar ablesen, wenn das Handy liegt. Dann dient es etwa als Nachttischuhr.

Auch das ist neu: Beim Fingerabdruckscanner der beiden S6 reicht jetzt auch einfaches Auflegen, um das Display zu entsperren (beim Galaxy S5 musste noch über den Home-Button mit dem Finger gestrichen werden). Wie beim Vorgänger kann der S6-Nutzer per Fingerabdruck auch via PayPal oder NFC-Technik direkt per Smartphone bezahlen. Außerdem unterstützt Samsung (zunächst nur in den USA) die neue MST­Technik („Magnetic Secure Transmission“). Damit soll die Bezahlung in Läden künftig über normale Magnetstreifenleser möglich sein.

Drahtlose Ladetechnik integriert

Eine weitere Premiere: Samsung hat drahtlose Ladetechniken in das Gerät integriert. Musste bei früheren Modellen noch der Smartphone-Rückdeckel gegen eine dickere Variante mit eingebauter Ladespule getauscht werden, können S6 und S6 edge jetzt ohne Hilfsmittel auf einer Induktionsladeschale geladen werden. S6 und S6 edge beherrschen dafür zwei Verfahren: Die verbreitete Qi-Ladetechnik (wird auch von früheren Galaxys mit Ladehülle unterstützt) und die verhältnismäßig neue Powermatters-Ladetechnik (PMA).

Diese Technik wird bereits in einigen Restaurantketten in den USA angeboten. Über Qi können die S6-Smartphones künftig auch Saft von Möbeln beziehen. Dafür verkauft etwa Ikea Lampen, Beistelltische und separate Ladeschalen für Smartphones mit Qi-Ladetechnik.

Drahtlos laden Galaxy S6
Praktisch: Die neue drahtlose Ladetechnik ist ebenfalls an Bord. (© 2015 Samsung PR)

 

Scharfe Displays, schlanke Bauform

Die 5,1-Zoll Super-AMOLED-Displays (Diagonale: 12,95 Zentimeter) beider S6-Varianten werden von robustem Gorilla Glass 4 geschützt. Die mit 2560 x 1440 Pixel extrem scharfen Bildschirme (Bildschärfe: 577 ppi) zeigen sehr knackige Farben und sind auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut zu lesen. Kein Wunder, es handelt sich um die hellsten Smartphone-Displays auf dem Markt.

Eine weitere Besonderheit: Zum Schutz des Displays des Galaxy S6 edge gibt es eine Art Überrollbügel. Denn der Metallrahmen um die Front des S6 edge liegt etwas höher als das Displayglas und kann so diesen bei Stürzen schützen.

Im Vergleich zum Vorgänger Galaxy S5 fallen die beiden S6 übrigens deutlich dünner aus. Das edge ist nur 7,0,  das S6 nur 6,8 Millimeter dick. Das S5 misst dagegen 8,1 Millimeter und ist zudem breiter (7,3 statt 7,0 Zentimeter beim normalen S6). Allerdings ragt bei beiden Galaxy S6 die Kameralinse jeweils rund 1,5 Millimeter aus dem Gehäuse heraus – ähnlich wie beim iPhone 6. In der Praxis gilt aber, S6 und S6 edge liegen angenehm und sicher in der Hand. Im direkten Vergleich zum normalen S6 ist das S6 edge etwas kantiger auf der Unterseite und geringfügig leichter.

Profi-Werkzeug: Kamera

Für beide S6 gilt: Wenn Kunden eines der Geräte dabei haben, um etwa auf einem Termin Projekte oder Baustellen abzulichten, brauchen sie keine Extra-Kamera mehr. Die Hauptkamera im Smartphone knipst Fotos mit 16 Megapixel-Auflösung. Damit auch Bilder bei ungünstigen Lichtverhältnissen gelingen, gibt es einen optischen Bildstabilisator und eine lichtstarke 1,9-Blende. Für hellere Aufnahmen durch längere Belichtungszeiten ist also gesorgt – das klappte im Test auch richtig gut. Genau wie Videoaufnahmen in Zeitlupe oder auch Aufnahmen mit 4K-Auflösung überzeugen konnten.

Rasend schnell lässt sich die Kamera starten: Der Home-Button dient dabei als Schnellzugriff. Ein Doppeltipp auf die Taste und schon ist die Fotofunktion Knips-bereit. Diese Funktion ist voreingestellt und muss nicht nachträglich aktiviert werden.

5,1-Zoll Super-AMOLED-Displays bei beiden S6-Varianten

Fazit

Mit seinen beiden neuen Spitzenmodellen aus der Galaxy S-Klasse ist Samsung ein großer Wurf gelungen: Erstmals gibt es statt Plastikgehäuse ein hochwertiges Gerät aus Metall und Glas. Mit dem S6 edge hat Samsung außerdem ein bislang einzigartiges Smartphone im Sortiment – mit zu beiden Seiten gebogenem Displayglas.

Damit können die Koreaner nun auch im Design mit Apple konkurrieren. Die Technik, die nahezu vergleichbar in beiden S6-Smartphones steckt, ist ohnehin State of the Art: Pfeilschneller 8-Kern-Prozessor, vierfach HD-Display-Auflösung, turboschnelle Funkanbindungen (LTE Cat 6 und WLAN ac), sowie drahtlose Ladetechnik und praxis-taugliche Schnellfunktionen für den Anwender.


Technische Daten
  • WLAN ac mit bis zu 1300 Mbit/s
  • LTE Cat.6 mit bis zu 300 Mbit/s
  • Keine Speichererweiterung durch microSD-Karten möglich
  • Modelle mit 32, 64 sowie 128 GB-Speicher
  • 5,1 Zoll Super-AMOLED-Display
  • Quad HD-Auflösung (2560 x 1440 Pixel)
  • Samsung Exynos 7420-Prozessor: mit 8 x 2,1 GHz-Taktung und 3 GB Arbeitsspeicher (RAM)
Maße S6:
  • Gewicht: 138 Gramm
  • Höhe: 14,3 Zentimeter
  • Breite: 7,1 Zentimeter
  • Tiefe: 0,68 Zentimeter
Maße S6 edge:
  • Gewicht: 132 Gramm
  • Höhe: 14,2 Zentimeter
  • Breite: 7,0 Zentimeter
  • Tiefe: 0,7 Zentiemter

UVP-Preis(e):

  • Galaxy S6: ab 699 Euro
  • Galaxy S6 edge: ab 849 Euro

Mehr Infos: Das Telekom-Angebot zum Samsung Galaxy S6

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Koreanische S-Klasse: Praxistest Samsung Galaxy S6 und S6 edge

Mit seinen beiden neuen Spitzenmodellen aus der Galaxy S-Klasse ist Samsung zweifellos ein großer Wurf gelungen: Außen wie innen kann die neue Galaxy-Generation überzeugen. Der Praxistest zeigt, wo die beiden Flaggschiffe ihre Stärken haben.
keyvisual_bg Edel und schön: Das neue Galaxy S Edge von Samsung besticht mit edlem aluminium-Rahmen und abgerundeten Ecken. (© 2015 Samsung PR)

Im Fußball soll die berüchtigte Doppelspitze im Sturm das offensive Spiel voranbringen, um den Gegner mit schnellen Konter unter Druck zu setzen. Hat Samsung Ähnliches mit seinen beiden neuen 6er-Galaxys S6 und S6 Edge vor? Es scheint so. Jedenfalls verlässt der koreanische Tech-Gigant mit seiner neuen S-Klasse die Plastik-Liga und tritt gegen den Platzhirschen Apple und seine iPhone-Riege an.

Mit dem Edge und dessen zu beiden Seiten abgerundeten Display bringt Samsung zudem ein Smartphone in den Handel, das es bislang noch nicht gegeben hat. Beide S6 sollen Spitzenplätze in der Topliga der Metall- und Glas-Smartphones einnehmen. Was die beiden Flaggschiffe aus Korea außer einem schicken Auftritt noch bieten, klärt der Praxistest von „Mittelstand die Macher“.

Augen auf: Hier kommt Edge

Schon auf den ersten Blick unterscheiden sich Galaxy S6 und Galaxy S6 edge deutlich von ihren Vorgängern wie Galaxy S4 oder S5. Denn erstmals bei der Galaxy S-Serie besteht der komplette Gehäuserahmen aus einem Stück Aluminium. Die Rückseite wird aus einer angenehm glatten Glasoberfläche gefertigt, die ähnlich wie bei einer Metallic-Lackierung in Weiß, Schwarz, Gold und jeweils einer Sonderfarbe erhältlich ist: das S6 edge gibt es zusätzlich noch in metallic Grün, das S6 in Blau.

Die neue S-Klasse von Samsung: Edel, schlicht und schön.
Die neue S-Klasse von Samsung: Edel, schlicht und schön. (© 2015 Samsung PR)

 

Das auffälligste Merkmal ist jedoch der zu beiden Rändern hin gewölbte Bildschirm des S6 edge. Wischgesten über den gesamten Touchscreen gehen deutlich leichter von der Hand, weil keine Kante stört. Es fühlt sich einfach angenehm an, mit dem Finger über die Rundungen des S6 edge zu wischen.

Samsung Galaxy-Fans müssen sich aber bei den beiden S6 von liebgewonnen Features verabschieden: Im neuen Gehäusedesign ist weder Platz für einen Speicherkarten-Schacht noch lässt sich der Akku selbst austauschen. Letzteres geht nur unter großem Aufwand im Fachhandel.

Tempo ist alles

Samsung bietet aber nicht nur edles Design an: Die Galaxy S6-Reihe trumpft auch mit innerer „Schönheit“ auf: Wie von den Koreanern gewohnt, steckt in den S-Geräten die neueste verfügbare Technik – angefangen mit einem leistungsstarken Achtkern-Prozessor aus samsung-eigener Produktion. Der Exynos 7420 bringt es auf eine Taktung von 2,1 Gigahertz – pro Kern. Laut Samsung soll der Exynos dank 14-nm-Fertigung um bis zu 20 Prozent höhere Arbeitsgeschwindigkeit bei 35 Prozent weniger Stromverbrauch ermöglichen.

Samsung überzeugt mit seiner neuen S-Klasse
Samsung überzeugt mit seiner neuen S-Klasse. (© 2015 Samsung PR)

 

Der Arbeitsspeicher ist mit drei Gigabyte ebenfalls üppig ausgestattet. In Benchmark-Tests zum Arbeitstempo konnten beide Geräte locker überzeugen und ließen die Konkurrenz um iPhone 6 und HTC M9 ohne Probleme hinter sich.

In der Praxis bedeutet das: Die Menüs flutschen nur so über das Display, arbeitsintensive Apps lassen sich in Windeseile öffnen, auch grafikreiche Spiele lassen sich ohne ruckeln aufrufen.

Highspeed-LTE im Telekomnetz nutzen

Für rasendes Tempo sorgen auch die Funkanbindungen in den S6-Smartphonest: LTE-Verbindungen sind mit bis zu 300 Mbit/s im Download möglich (LTE Advanced, Cat 6). Da dürften sich vor allem Kunden der Telekom freuen: Deren LTE-Netzwerk unterstützt diese neue LTE-Technik. Neben rasend schnellen Downloads sind auch flotte Datei-Uploads mit einem Tempo von bis zu 50 Mbit/s möglich. Telekom-Kunden, die etwa den Tarif Business Flex Datenflat 10 GB oder 30 GB, oder MagentaMobil L Plus nutzen, können von den schnelleren Geschwindigkeiten mit ihrem Galaxy S6 profitieren.

Auch das WLAN in Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge sorgt für Highspeed. Der eingebaute ac-Standard nutzt mehrere Antennen parallel (MIMO-Technik). Im Zusammenspiel mit einem AC-Router (etwa dem Telekom Speedport W 724 V) lassen sich im Büro Übertragungsraten zwischen Smartphone und Firmennetz von theoretisch bis zu 1300 Mbit/s erzielen.

Aber auch wenn in der Praxis eher die Hälfte dieses Wertes erreicht werden dürfte – das Tempo ist immer noch sensationell hoch. HD-Videos etwa von Baustellen, PowerPoint-Präsentationen und hochauflösende Fotos sind auf diesem Weg ruckzuck unterwegs.

Viel Neues, aber auch Gutes

S6 und S6 Edge kommen mit der aktuellsten Android -Version 5.02. Lollipop. Auch Samsungs Benutzeroberfläche Touchwiz wurde überarbeitet. Sie wirkt nun deutlich dezenter und stilvoller und bietet ein paar Neuerungen: Per Smart-Manager erhält man beispielsweise direkten Zugriff auf wichtige Funktionen (etwa Informationen zum Stromverbrauch und zur Aktivierung des Ultra-Stromsparmodus).

Per Wischgeste über den Display-Rand des Galaxy S6 Edge lassen sich spezielle Funktionen aufrufen, die dem normalen S6 fehlen. Die Kanten des Displays dienen zwar nicht wie beim Galaxy Note Edge als praktisches Extra-Display für Schnellzugriffe. Aber es lassen sich bis zu fünf Kontakte für Anrufe und SMS mit jeweils einer festen Farbmarkierung hinterlegen. In Konferenzen oder Meetings werden eingehende Anrufe dieser Kontakte angezeigt, in dem das Display in der entsprechenden Farbe leuchtet.

Ein Fingerwisch von rechts nach links über die Bildschirmkante zeigt außerdem den letzten Anrufer an oder Sie streichen mit dem Finger nach oben und unten an der Kante entlang, dann erscheinen dort die aktuelle Uhrzeit sowie Wetterinfos. Besonders praktisch: Die Uhrzeit können Sie sogar ablesen, wenn das Handy liegt. Dann dient es etwa als Nachttischuhr.

Auch das ist neu: Beim Fingerabdruckscanner der beiden S6 reicht jetzt auch einfaches Auflegen, um das Display zu entsperren (beim Galaxy S5 musste noch über den Home-Button mit dem Finger gestrichen werden). Wie beim Vorgänger kann der S6-Nutzer per Fingerabdruck auch via PayPal oder NFC-Technik direkt per Smartphone bezahlen. Außerdem unterstützt Samsung (zunächst nur in den USA) die neue MST­Technik („Magnetic Secure Transmission“). Damit soll die Bezahlung in Läden künftig über normale Magnetstreifenleser möglich sein.

Drahtlose Ladetechnik integriert

Eine weitere Premiere: Samsung hat drahtlose Ladetechniken in das Gerät integriert. Musste bei früheren Modellen noch der Smartphone-Rückdeckel gegen eine dickere Variante mit eingebauter Ladespule getauscht werden, können S6 und S6 edge jetzt ohne Hilfsmittel auf einer Induktionsladeschale geladen werden. S6 und S6 edge beherrschen dafür zwei Verfahren: Die verbreitete Qi-Ladetechnik (wird auch von früheren Galaxys mit Ladehülle unterstützt) und die verhältnismäßig neue Powermatters-Ladetechnik (PMA).

Diese Technik wird bereits in einigen Restaurantketten in den USA angeboten. Über Qi können die S6-Smartphones künftig auch Saft von Möbeln beziehen. Dafür verkauft etwa Ikea Lampen, Beistelltische und separate Ladeschalen für Smartphones mit Qi-Ladetechnik.

Drahtlos laden Galaxy S6
Praktisch: Die neue drahtlose Ladetechnik ist ebenfalls an Bord. (© 2015 Samsung PR)

 

Scharfe Displays, schlanke Bauform

Die 5,1-Zoll Super-AMOLED-Displays (Diagonale: 12,95 Zentimeter) beider S6-Varianten werden von robustem Gorilla Glass 4 geschützt. Die mit 2560 x 1440 Pixel extrem scharfen Bildschirme (Bildschärfe: 577 ppi) zeigen sehr knackige Farben und sind auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut zu lesen. Kein Wunder, es handelt sich um die hellsten Smartphone-Displays auf dem Markt.

Eine weitere Besonderheit: Zum Schutz des Displays des Galaxy S6 edge gibt es eine Art Überrollbügel. Denn der Metallrahmen um die Front des S6 edge liegt etwas höher als das Displayglas und kann so diesen bei Stürzen schützen.

Im Vergleich zum Vorgänger Galaxy S5 fallen die beiden S6 übrigens deutlich dünner aus. Das edge ist nur 7,0,  das S6 nur 6,8 Millimeter dick. Das S5 misst dagegen 8,1 Millimeter und ist zudem breiter (7,3 statt 7,0 Zentimeter beim normalen S6). Allerdings ragt bei beiden Galaxy S6 die Kameralinse jeweils rund 1,5 Millimeter aus dem Gehäuse heraus – ähnlich wie beim iPhone 6. In der Praxis gilt aber, S6 und S6 edge liegen angenehm und sicher in der Hand. Im direkten Vergleich zum normalen S6 ist das S6 edge etwas kantiger auf der Unterseite und geringfügig leichter.

Profi-Werkzeug: Kamera

Für beide S6 gilt: Wenn Kunden eines der Geräte dabei haben, um etwa auf einem Termin Projekte oder Baustellen abzulichten, brauchen sie keine Extra-Kamera mehr. Die Hauptkamera im Smartphone knipst Fotos mit 16 Megapixel-Auflösung. Damit auch Bilder bei ungünstigen Lichtverhältnissen gelingen, gibt es einen optischen Bildstabilisator und eine lichtstarke 1,9-Blende. Für hellere Aufnahmen durch längere Belichtungszeiten ist also gesorgt – das klappte im Test auch richtig gut. Genau wie Videoaufnahmen in Zeitlupe oder auch Aufnahmen mit 4K-Auflösung überzeugen konnten.

Rasend schnell lässt sich die Kamera starten: Der Home-Button dient dabei als Schnellzugriff. Ein Doppeltipp auf die Taste und schon ist die Fotofunktion Knips-bereit. Diese Funktion ist voreingestellt und muss nicht nachträglich aktiviert werden.

5,1-Zoll Super-AMOLED-Displays bei beiden S6-Varianten

Fazit

Mit seinen beiden neuen Spitzenmodellen aus der Galaxy S-Klasse ist Samsung ein großer Wurf gelungen: Erstmals gibt es statt Plastikgehäuse ein hochwertiges Gerät aus Metall und Glas. Mit dem S6 edge hat Samsung außerdem ein bislang einzigartiges Smartphone im Sortiment – mit zu beiden Seiten gebogenem Displayglas.

Damit können die Koreaner nun auch im Design mit Apple konkurrieren. Die Technik, die nahezu vergleichbar in beiden S6-Smartphones steckt, ist ohnehin State of the Art: Pfeilschneller 8-Kern-Prozessor, vierfach HD-Display-Auflösung, turboschnelle Funkanbindungen (LTE Cat 6 und WLAN ac), sowie drahtlose Ladetechnik und praxis-taugliche Schnellfunktionen für den Anwender.


Technische Daten
  • WLAN ac mit bis zu 1300 Mbit/s
  • LTE Cat.6 mit bis zu 300 Mbit/s
  • Keine Speichererweiterung durch microSD-Karten möglich
  • Modelle mit 32, 64 sowie 128 GB-Speicher
  • 5,1 Zoll Super-AMOLED-Display
  • Quad HD-Auflösung (2560 x 1440 Pixel)
  • Samsung Exynos 7420-Prozessor: mit 8 x 2,1 GHz-Taktung und 3 GB Arbeitsspeicher (RAM)
Maße S6:
  • Gewicht: 138 Gramm
  • Höhe: 14,3 Zentimeter
  • Breite: 7,1 Zentimeter
  • Tiefe: 0,68 Zentimeter
Maße S6 edge:
  • Gewicht: 132 Gramm
  • Höhe: 14,2 Zentimeter
  • Breite: 7,0 Zentimeter
  • Tiefe: 0,7 Zentiemter

UVP-Preis(e):

  • Galaxy S6: ab 699 Euro
  • Galaxy S6 edge: ab 849 Euro

Mehr Infos: Das Telekom-Angebot zum Samsung Galaxy S6

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