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Roaming: Nun doch keine 90-Tage-Regelung

Na was denn jetzt? Erst letzte Woche verkündete die EU, dass ab Juni des kommenden Jahres fürs Roaming keine Gebühren mehr anfallen würden – zumindest 90 Tage lang. Vier Tage danach ging das Kommando zurück: Wegen heftiger Kritik an der Einschränkung soll ein neuer Vorschlag erarbeitet werden.
Roaming: Nun doch keine 90-Tage-Regelung Die EU hat ihren jüngsten Vorschlag zum Thema Roaming wieder gekippt. (© 2016 Mila Supinskaya Glashchenko/Shutterstock)

Juncker kippt 90-Tage-Regelung beim Roaming

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker selbst war es, der den Rückzieher machte. Die Begründung liefert Kommissionssprecher Alexander Winterstein:

"Der Vorschlag ist schlicht nicht gut genug aus Sicht unseres Präsidenten, daher hat er uns angewiesen, noch härter zu arbeiten und mit etwas Besserem aufzuwarten."

Die heftige Kritik seitens Verbraucherschützern und sämtlichen Fraktionen im EU-Parlament gegenüber den Vorschlägen dürfte ebenfalls ihren Anteil zum Sinneswandel beigetragen haben.

Gründe für die Einschränkung überzeugen nicht

Dass der Vorschlag mit der 90-Tage-Begrenzung nicht gut ankommen würde, war zu erwarten. Noch im letzten Jahr verkündete die EU stolz, in den Sommerferien 2017 die Zusatzkosten fürs Roaming komplett abzuschaffen – dann die Einschränkung. Das Argument, dass man mit der Limitierung Missbrauch verhindern wolle, überzeugte kaum. Die Einschränkung hatte nämlich den Zweck, dass niemand auf die Idee kommen sollte, sich bei einem Billiganbieter eine SIM-Karte zu besorgen und damit dann das ganze Jahr in Deutschland zu telefonieren, wie die "Tagesschau" berichtet.

Wie genau der neue Vorschlag aussehen wird, wird sich noch herausstellen. Die EU-Kommission steht nun vor der großen Herausforderung, die Interessen der Verbraucher und der Telekommunikationsfirmen unter einen Hut zu bringen.

Weiterführende Links:

  • Klar, auch auf einer Dienstreise wollen Sie immer erreichbar sein. Allerdings sollten Sie beim Telefonieren im Ausland auf einige Punkte achten, sonst wird das schnell sehr teuer.
  • Nur noch 148 Mails checken: Für Chefs ist Gratis-WLAN für unterwegs extrem wichtig. Doch wie lässt sich ein Funknetzwerk am besten finden?
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Roaming: Nun doch keine 90-Tage-Regelung Die EU hat ihren jüngsten Vorschlag zum Thema Roaming wieder gekippt. (© 2016 Mila Supinskaya Glashchenko/Shutterstock)

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Gründe für die Einschränkung überzeugen nicht

Dass der Vorschlag mit der 90-Tage-Begrenzung nicht gut ankommen würde, war zu erwarten. Noch im letzten Jahr verkündete die EU stolz, in den Sommerferien 2017 die Zusatzkosten fürs Roaming komplett abzuschaffen – dann die Einschränkung. Das Argument, dass man mit der Limitierung Missbrauch verhindern wolle, überzeugte kaum. Die Einschränkung hatte nämlich den Zweck, dass niemand auf die Idee kommen sollte, sich bei einem Billiganbieter eine SIM-Karte zu besorgen und damit dann das ganze Jahr in Deutschland zu telefonieren, wie die "Tagesschau" berichtet.

Wie genau der neue Vorschlag aussehen wird, wird sich noch herausstellen. Die EU-Kommission steht nun vor der großen Herausforderung, die Interessen der Verbraucher und der Telekommunikationsfirmen unter einen Hut zu bringen.

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