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Telefonieren im Ausland: 5 Tipps für die Dienstreise

Klar, auch auf einer Dienstreise wollen Sie immer erreichbar sein. Allerdings sollten Sie beim Telefonieren im Ausland auf einige Punkte achten, sonst wird das schnell sehr teuer. Auch wenn es nicht nicht Ihr eigenes, sondern das Geld Ihres Unternehmens kostet, sollten Sie für eine günstige Kommunikation sorgen.
Telefonieren im Ausland: 5 Tipps für die Dienstreise Wer beim Telefonieren im Ausland nicht aufpasst, kann hohe Kosten verursachen. (© 2016 VGstockstudio/Sutterstock)

Telefonieren im Ausland: Roaming

Das Telefonieren über Landesgrenzen hinweg funktioniert dank einer Funktion namens Roaming. Damit erkennt der deutsche Vermittlungscomputer, ob Sie sich mit Ihrem Smartphone im Ausland befinden. Haben Sie Ihr Gerät auf "Automatische Netzwahl" eingestellt, dann stellt es dort selbsttätig eine Verbindung zum sendestärksten Netz her. Das aber muss nicht zwangsläufig das kostengünstigste sein.

Die gute Nachricht: Ab kommendem Jahr sollen Aufschläge auf das Roaming in der Europäischen Union wegfallen. Und schon im Vorfeld werden die Tarife immer günstiger. Zur Zeit aber ist noch mit ihnen zu rechnen. Die Höhe variiert von Anbieter zu Anbieter. Allgemeine Anhaltspunkte dazu liefert die Verbraucherzentrale. Demnach kosten (inklusive Mehrwertsteuer) in der EU:

  • abgehende Telefonate maximal sechs Cent pro Minute mehr als im heimischen Tarif
  • eingehende Telefonate maximal 1,2 Cent pro Minute mehr als im heimischen Tarif
  • abgehende SMS jeweils maximal zwei Cent mehr als im heimischen Tarif
  • eingehende SMS sind kostenlos
  • mobile Internetdaten maximal sechs Cent pro MB mehr als im heimischen Tarif

Achtung: Für Flatrates gelten keine festen Regelungen. Fragen Sie deshalb vor Beginn Ihrer Dienstreise nach den Bestimmungen Ihres Mobilfunkanbieters.

Und noch ein Tipp für Vielsurfer: Die Anbieter sind verpflichtet, ihre Kunden zu warnen, wenn bei diesen Internet-Kosten von 50 Euro auflaufen. Wird die Grenze von 60 Euro erreicht, drehen sie den Datenhahn sogar zu. Soll es weitergehen, müssen Sie das veranlassen oder zuvor ein höheres Limit vereinbaren.

Eine detaillierte Auflistung der Roamingkosten von einigen Anbietern hat "Die Welt" zusammengestellt.

Telefonieren im Ausland: Anrufe außerhalb der EU-Grenzen

Verlassen Sie die Grenzen der Europäischen Union, gibt es keine allgemein gültige Regelung. Das heißt, in jedem Land herrschen andere Bestimmungen und Tarife. Da müssen Sie sich von Fall zu Fall informieren.

Achten Sie sicherheitshalber auf die Einstellung Ihrer mobilen Sprachbox. Ist die unterwegs aktiv, kostet jedes Aufsprechen Geld. Das kann sich unter Umständen ganz schön läppern.

Telefonieren im Ausland: Telefonkarten

Wollen Sie Roaming komplett vermeiden, dann legen Sie sich eine Telefon- beziehungsweise Prepaid-Karte von einem Anbieter in Ihrem Zielland zu. So sparen Sie nicht nur am Roaming, denn zudem sind die Tarife im Ausland oft günstiger als hier. Auch das Surfen im Internet ist damit häufig deutlich billiger. Die Karten bestellen Sie vor Reiseantritt per Internet oder kaufen sie nach der Ankunft in einem Shop. Das gilt grundsätzlich auch für Surfsticks.

Dennoch könnten Sie in eine Kostenfalle tappen. Nämlich dann, wenn Sie in Ihrem Smartphone eine ausländische SIM-Karte nutzen und die "bedingte Rufumleitung" eingeschaltet haben. Die sollten Sie deaktivieren. Und: Während Sie mit einer Vor-Ort-Prepaid-Karte günstig im Zielland telefonieren, werden Gespräche aus Deutschland für den Anrufer teurer. Falls der Sie überhaupt erreicht, denn mit einer Auslandskarte ändert sich auch Ihre Handy-Nummer.

Telefonieren im Ausland: Smartphone-Einstellungen

Viele automatische Einstellungen im Smartphone erleichtern den beruflichen Alltag. Doch Vorsicht vor solchen bequemen Lösungen im Ausland. Das selbsttätige Abrufen von E-Mails oder Updates verursacht unter Umständen unbemerkt horrende Kosten.

Gewöhnen Sie Ihrem Smartphone so etwas sicherheitshalber während der Dienstreise ab. Deaktivieren Sie möglichst sämtliche Komforteinstellungen, die ansonsten ungefragt Daten verbrauchen. Übrigens verwenden auch etliche Navigations-Apps laufend das Internet zur Orientierung. Wollen Sie das vermeiden, installieren Sie eine Variante, die sich auch offline in Ihrem Reiseland zurechtfindet.

Telefonieren im Ausland: Internetnutzung

Wie bereits erwähnt, kann Ihnen eine Auslandskarte richtig Geld an Roaminggebühren sparen, auch wenn Sie damit ins Internet gehen. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit der Kosteneindämmung. Nutzen Sie so oft wie möglich eine WLAN-Verbindung.

Die bieten viele Hotels an. Auch gewähren häufig Geschäfte oder Restaurants im Ausland einen kabellosen Internetzugang. Oft sogar kostenlos. Allerdings müssen Sie mit unterschiedlicher Sende- und Empfangsqualität rechnen. Und seien Sie bei solch öffentlichen Hotspots vorsichtig mit dem Verschicken oder Empfangen sensibler Geschäftsdaten.

Weiterführende Links:

  • Der Kunde ruft an! Jetzt nur kein Blech reden! Richtig telefonieren ist für manche Chefs und Mitarbeiter eine nervliche Herausforderung. Das muss nicht sein.
  • Chefs sind im digitalen Alltag ständig vernetzt und komfortables Surfen im Ausland gehört dazu. Offene WLAN-Hotspots sind zwar praktisch, bergen allerdings ein gewisses Risiko.
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Klar, auch auf einer Dienstreise wollen Sie immer erreichbar sein. Allerdings sollten Sie beim Telefonieren im Ausland auf einige Punkte achten, sonst wird das schnell sehr teuer. Auch wenn es nicht nicht Ihr eigenes, sondern das Geld Ihres Unternehmens kostet, sollten Sie für eine günstige Kommunikation sorgen.
Telefonieren im Ausland: 5 Tipps für die Dienstreise Wer beim Telefonieren im Ausland nicht aufpasst, kann hohe Kosten verursachen. (© 2016 VGstockstudio/Sutterstock)

Telefonieren im Ausland: Roaming

Das Telefonieren über Landesgrenzen hinweg funktioniert dank einer Funktion namens Roaming. Damit erkennt der deutsche Vermittlungscomputer, ob Sie sich mit Ihrem Smartphone im Ausland befinden. Haben Sie Ihr Gerät auf "Automatische Netzwahl" eingestellt, dann stellt es dort selbsttätig eine Verbindung zum sendestärksten Netz her. Das aber muss nicht zwangsläufig das kostengünstigste sein.

Die gute Nachricht: Ab kommendem Jahr sollen Aufschläge auf das Roaming in der Europäischen Union wegfallen. Und schon im Vorfeld werden die Tarife immer günstiger. Zur Zeit aber ist noch mit ihnen zu rechnen. Die Höhe variiert von Anbieter zu Anbieter. Allgemeine Anhaltspunkte dazu liefert die Verbraucherzentrale. Demnach kosten (inklusive Mehrwertsteuer) in der EU:

  • abgehende Telefonate maximal sechs Cent pro Minute mehr als im heimischen Tarif
  • eingehende Telefonate maximal 1,2 Cent pro Minute mehr als im heimischen Tarif
  • abgehende SMS jeweils maximal zwei Cent mehr als im heimischen Tarif
  • eingehende SMS sind kostenlos
  • mobile Internetdaten maximal sechs Cent pro MB mehr als im heimischen Tarif

Achtung: Für Flatrates gelten keine festen Regelungen. Fragen Sie deshalb vor Beginn Ihrer Dienstreise nach den Bestimmungen Ihres Mobilfunkanbieters.

Und noch ein Tipp für Vielsurfer: Die Anbieter sind verpflichtet, ihre Kunden zu warnen, wenn bei diesen Internet-Kosten von 50 Euro auflaufen. Wird die Grenze von 60 Euro erreicht, drehen sie den Datenhahn sogar zu. Soll es weitergehen, müssen Sie das veranlassen oder zuvor ein höheres Limit vereinbaren.

Eine detaillierte Auflistung der Roamingkosten von einigen Anbietern hat "Die Welt" zusammengestellt.

Telefonieren im Ausland: Anrufe außerhalb der EU-Grenzen

Verlassen Sie die Grenzen der Europäischen Union, gibt es keine allgemein gültige Regelung. Das heißt, in jedem Land herrschen andere Bestimmungen und Tarife. Da müssen Sie sich von Fall zu Fall informieren.

Achten Sie sicherheitshalber auf die Einstellung Ihrer mobilen Sprachbox. Ist die unterwegs aktiv, kostet jedes Aufsprechen Geld. Das kann sich unter Umständen ganz schön läppern.

Telefonieren im Ausland: Telefonkarten

Wollen Sie Roaming komplett vermeiden, dann legen Sie sich eine Telefon- beziehungsweise Prepaid-Karte von einem Anbieter in Ihrem Zielland zu. So sparen Sie nicht nur am Roaming, denn zudem sind die Tarife im Ausland oft günstiger als hier. Auch das Surfen im Internet ist damit häufig deutlich billiger. Die Karten bestellen Sie vor Reiseantritt per Internet oder kaufen sie nach der Ankunft in einem Shop. Das gilt grundsätzlich auch für Surfsticks.

Dennoch könnten Sie in eine Kostenfalle tappen. Nämlich dann, wenn Sie in Ihrem Smartphone eine ausländische SIM-Karte nutzen und die "bedingte Rufumleitung" eingeschaltet haben. Die sollten Sie deaktivieren. Und: Während Sie mit einer Vor-Ort-Prepaid-Karte günstig im Zielland telefonieren, werden Gespräche aus Deutschland für den Anrufer teurer. Falls der Sie überhaupt erreicht, denn mit einer Auslandskarte ändert sich auch Ihre Handy-Nummer.

Telefonieren im Ausland: Smartphone-Einstellungen

Viele automatische Einstellungen im Smartphone erleichtern den beruflichen Alltag. Doch Vorsicht vor solchen bequemen Lösungen im Ausland. Das selbsttätige Abrufen von E-Mails oder Updates verursacht unter Umständen unbemerkt horrende Kosten.

Gewöhnen Sie Ihrem Smartphone so etwas sicherheitshalber während der Dienstreise ab. Deaktivieren Sie möglichst sämtliche Komforteinstellungen, die ansonsten ungefragt Daten verbrauchen. Übrigens verwenden auch etliche Navigations-Apps laufend das Internet zur Orientierung. Wollen Sie das vermeiden, installieren Sie eine Variante, die sich auch offline in Ihrem Reiseland zurechtfindet.

Telefonieren im Ausland: Internetnutzung

Wie bereits erwähnt, kann Ihnen eine Auslandskarte richtig Geld an Roaminggebühren sparen, auch wenn Sie damit ins Internet gehen. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit der Kosteneindämmung. Nutzen Sie so oft wie möglich eine WLAN-Verbindung.

Die bieten viele Hotels an. Auch gewähren häufig Geschäfte oder Restaurants im Ausland einen kabellosen Internetzugang. Oft sogar kostenlos. Allerdings müssen Sie mit unterschiedlicher Sende- und Empfangsqualität rechnen. Und seien Sie bei solch öffentlichen Hotspots vorsichtig mit dem Verschicken oder Empfangen sensibler Geschäftsdaten.

Weiterführende Links:

  • Der Kunde ruft an! Jetzt nur kein Blech reden! Richtig telefonieren ist für manche Chefs und Mitarbeiter eine nervliche Herausforderung. Das muss nicht sein.
  • Chefs sind im digitalen Alltag ständig vernetzt und komfortables Surfen im Ausland gehört dazu. Offene WLAN-Hotspots sind zwar praktisch, bergen allerdings ein gewisses Risiko.
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