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Suchmaschinen: 5 Google-Alternativen für Büro und Alltag

Kein Zweifel – Google ist das Maß der Dinge, wenn es um Suchmaschinen geht. Doch es gibt Google-Alternativen, die vor allem mit Ihren Daten achtsamer umgehen oder erst gar keine speichern. Manche davon finden auf besondere Weise Antworten auf Ihre Suchanfragen.
Suchmaschinen: 5 Google-Alternativen für Büro und Alltag Es gibt viele Google-Alternativen. Probieren Sie einfach mal eine andere Suchmaschine aus! (© 2016 Minerva Studio/Shutterstock)

Google-Alternativen: Startpage

Der Anbieter dieser Suchmaschine sitzt in den Niederlanden. Seit 2006 wirbt er mit besonders strengem Datenschutz. Das bedeutet, dass Startpage keine Informationen über die Nutzer aufzeichnet. Weder deren IP-Adresse, noch den verwendeten Browser oder die Suchanfrage selbst.

Wer möchte, besucht über einen Proxy-Service von Startpage die angezeigten Ergebnisse anonym. Die Verbindung zu der Seite erfolgt verschlüsselt über ein SSL-Protokoll. Nach eigenem Bekunden erfassen die Betreiber lediglich, wie oft Anfragen pro Tag gestellt werden. Ähnlich wie Google bietet diese Suchmaschine unter anderem eine separate Bilder- und Videosuche.

Entstanden ist Startpage aus dem vergleichbaren Angebot von Ixquick, das 2008 mit dem Europäischen Datenschutz-Gütesiegel ausgezeichnet worden ist.

Google-Alternativen: DuckDuckGo

Dieser Suchanbieter ist eine der erfolgreichsten Google-Alternativen. Auch er legt Wert auf den Schutz der Daten seiner Nutzer und bietet auch sonst einiges:

  • Anzeige von passenden Bildern oder Videos zu Suchanfragen
  • Apps für iOS- und Android-Betriebssysteme
  • Verbindung zum Tor-Netzwerk

Der letzte Punkt ist interessant, weil der Anbieter von DuckDuckGo in den USA sitzt. Damit muss er den Behörden den Zugriff auf seine Daten erlauben. Über das Tor-Netzwerk hingegen bleiben Verbindungsdaten anonym.

Google-Alternative: MetaGer

Diese Suchmaschine kommt aus Deutschland und hier stehen auch ihre Server. Deshalb gelten für sie strenge Datenschutzregeln. MetaGer nutzt für Ihre Anfragen zahlreiche andere Suchmaschinen. Welche das sind, lässt sich über die Einstellungen einsehen und gegebenenfalls ändern. Zur Wahl stehen unterschiedlich spezialisierte Google-Alternativen. Und zwar für die Bereiche:

  • Websuche
  • Produktsuche
  • Wissenschaft
  • Nachrichten
  • Bilder

Darüberhinaus speichert MetaGer keine Daten seiner Nutzer, verwendet keine Cookies und erlaubt ebenfalls eine Verbindung über das Tor-Netzwerk an. Und natürlich hat es Plugins für die wichtigsten Browser sowie eine Android-App.

Zusätzlich bietet es quasi noch eine Alternative zu sich selbst: MetaGer2. Damit versprechen die Entwickler "Metasuche ohne Müll". Unter anderem fischt ihr Programm gefälschte Seiten aus den Ergebnissen. Solche Fakes sollen die Suchmaschinen üblicherweise irritieren und so ein besseres Ranking produzieren.

MetaGer ist eine Entwicklung der Universität Hannover. Deren Forscher haben die Suchmaschine bereits 1996 programmiert. Mittlerweile arbeiten sie mit dem Verein für freien Wissenszugang SuMa zusammen.

Google-Alternative: Qwant

Wer die Homepage von Qwant zum ersten Mal öffnet, könnte etwas irritiert sein: Unterhalb des Eingabefelds werden aktuelle "Top-News" angezeigt. Auch sonst ist bei diesem Produkt französischer Entwickler einiges anders als bei der Konkurrenz.

  • Frische Optik
  • Tabellarische Anzeige der Ergebnisse, nebeneinander unterteilt in die Rubriken "Web", "Nachrichten" und "Social".
  • Weitere Funde lassen sich unter anderem über eine Leiste am linken Bildschirmrand hinsichtlich "Bilder", "Videos", "Shopping" und "Musik" anzeigen.
  • Verwendung des Analyse-Tools Piwik, das von der französischen Datenschutzbehörde zertifiziert wurde. Auf Wunsch lässt sich das Tracking der Software abschalten.

Eine Gemeinsamkeit mit den bereits genannten Suchmaschinen: Das französische Produkt setzt auf weitgehende Anonymität seiner Nutzer.

Qwant basiert auf einer selbst entwickelten Suchtechnologie. Mit deren Verkauf wollen die Macher Geld verdienen, während andere Google-Alternativen sich vorwiegend über Werbung finanzieren.

Google-Alternativen: Wolfram Alpha

Diese Suchmaschine geht andere Wege, denn sie zeigt nicht Internetseiten mit hoher Relevanz an wie es die üblichen Google-Alternativen machen. Wolfram setzt stattdessen auf Algorithmen, die Suchanfragen auf eine spezielle Weise befriedigen.

Konkret: Wolfram Alpha beantwortet Fragen direkt – soweit das möglich ist. Allerdings nur auf Englisch. Ein Beispiel gefällig? Wenn Sie wissen wollen, wann der Geburtstag von Deutschlands berühmtestem Dichter war, geben Sie ein: Birthday Goethe. Nach einigen Sekunden kommt die Antwort: "Thursday, August 28, 1749".

Dieses Vorgehen führt allerdings nicht in jedem Fall zum Erfolg. Wer etwa erfahren möchte, welche Eiscreme am beliebtesten ist, kommt mit Wolfram Alpha nicht weit. Dafür hat die Suchmaschine andere Qualitäten. Insbesondere in wissenschaftlicher Hinsicht.

So zeigt sie auf ihrer Homepage 30 Themenfelder an, wie zum Beispiel Mathematik, Chemie, Astronomie und Erziehung. Wer darauf klickt, bekommt konkrete Beispiele für mögliche Suchanfragen. So lassen sich etwa physikalische Formeln oder wichtige Eckdaten zu Staaten finden.

Grundlage für Wolfram Alpha ist die Software Mathematica. Viele Funktionen sind kostenlos, speziellere müssen bezahlt werden.

Zum Thema Englisch: Während das Hauptprogramm kein Deutsch versteht, sieht das bei den Apps für iOs und Android schon teilweise anders aus. Im Zweifel verwenden Sie einfach ein kostenloses Online-Übersetzungsprogramm.

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Suchmaschinen: 5 Google-Alternativen für Büro und Alltag Es gibt viele Google-Alternativen. Probieren Sie einfach mal eine andere Suchmaschine aus! (© 2016 Minerva Studio/Shutterstock)

Google-Alternativen: Startpage

Der Anbieter dieser Suchmaschine sitzt in den Niederlanden. Seit 2006 wirbt er mit besonders strengem Datenschutz. Das bedeutet, dass Startpage keine Informationen über die Nutzer aufzeichnet. Weder deren IP-Adresse, noch den verwendeten Browser oder die Suchanfrage selbst.

Wer möchte, besucht über einen Proxy-Service von Startpage die angezeigten Ergebnisse anonym. Die Verbindung zu der Seite erfolgt verschlüsselt über ein SSL-Protokoll. Nach eigenem Bekunden erfassen die Betreiber lediglich, wie oft Anfragen pro Tag gestellt werden. Ähnlich wie Google bietet diese Suchmaschine unter anderem eine separate Bilder- und Videosuche.

Entstanden ist Startpage aus dem vergleichbaren Angebot von Ixquick, das 2008 mit dem Europäischen Datenschutz-Gütesiegel ausgezeichnet worden ist.

Google-Alternativen: DuckDuckGo

Dieser Suchanbieter ist eine der erfolgreichsten Google-Alternativen. Auch er legt Wert auf den Schutz der Daten seiner Nutzer und bietet auch sonst einiges:

  • Anzeige von passenden Bildern oder Videos zu Suchanfragen
  • Apps für iOS- und Android-Betriebssysteme
  • Verbindung zum Tor-Netzwerk

Der letzte Punkt ist interessant, weil der Anbieter von DuckDuckGo in den USA sitzt. Damit muss er den Behörden den Zugriff auf seine Daten erlauben. Über das Tor-Netzwerk hingegen bleiben Verbindungsdaten anonym.

Google-Alternative: MetaGer

Diese Suchmaschine kommt aus Deutschland und hier stehen auch ihre Server. Deshalb gelten für sie strenge Datenschutzregeln. MetaGer nutzt für Ihre Anfragen zahlreiche andere Suchmaschinen. Welche das sind, lässt sich über die Einstellungen einsehen und gegebenenfalls ändern. Zur Wahl stehen unterschiedlich spezialisierte Google-Alternativen. Und zwar für die Bereiche:

  • Websuche
  • Produktsuche
  • Wissenschaft
  • Nachrichten
  • Bilder

Darüberhinaus speichert MetaGer keine Daten seiner Nutzer, verwendet keine Cookies und erlaubt ebenfalls eine Verbindung über das Tor-Netzwerk an. Und natürlich hat es Plugins für die wichtigsten Browser sowie eine Android-App.

Zusätzlich bietet es quasi noch eine Alternative zu sich selbst: MetaGer2. Damit versprechen die Entwickler "Metasuche ohne Müll". Unter anderem fischt ihr Programm gefälschte Seiten aus den Ergebnissen. Solche Fakes sollen die Suchmaschinen üblicherweise irritieren und so ein besseres Ranking produzieren.

MetaGer ist eine Entwicklung der Universität Hannover. Deren Forscher haben die Suchmaschine bereits 1996 programmiert. Mittlerweile arbeiten sie mit dem Verein für freien Wissenszugang SuMa zusammen.

Google-Alternative: Qwant

Wer die Homepage von Qwant zum ersten Mal öffnet, könnte etwas irritiert sein: Unterhalb des Eingabefelds werden aktuelle "Top-News" angezeigt. Auch sonst ist bei diesem Produkt französischer Entwickler einiges anders als bei der Konkurrenz.

  • Frische Optik
  • Tabellarische Anzeige der Ergebnisse, nebeneinander unterteilt in die Rubriken "Web", "Nachrichten" und "Social".
  • Weitere Funde lassen sich unter anderem über eine Leiste am linken Bildschirmrand hinsichtlich "Bilder", "Videos", "Shopping" und "Musik" anzeigen.
  • Verwendung des Analyse-Tools Piwik, das von der französischen Datenschutzbehörde zertifiziert wurde. Auf Wunsch lässt sich das Tracking der Software abschalten.

Eine Gemeinsamkeit mit den bereits genannten Suchmaschinen: Das französische Produkt setzt auf weitgehende Anonymität seiner Nutzer.

Qwant basiert auf einer selbst entwickelten Suchtechnologie. Mit deren Verkauf wollen die Macher Geld verdienen, während andere Google-Alternativen sich vorwiegend über Werbung finanzieren.

Google-Alternativen: Wolfram Alpha

Diese Suchmaschine geht andere Wege, denn sie zeigt nicht Internetseiten mit hoher Relevanz an wie es die üblichen Google-Alternativen machen. Wolfram setzt stattdessen auf Algorithmen, die Suchanfragen auf eine spezielle Weise befriedigen.

Konkret: Wolfram Alpha beantwortet Fragen direkt – soweit das möglich ist. Allerdings nur auf Englisch. Ein Beispiel gefällig? Wenn Sie wissen wollen, wann der Geburtstag von Deutschlands berühmtestem Dichter war, geben Sie ein: Birthday Goethe. Nach einigen Sekunden kommt die Antwort: "Thursday, August 28, 1749".

Dieses Vorgehen führt allerdings nicht in jedem Fall zum Erfolg. Wer etwa erfahren möchte, welche Eiscreme am beliebtesten ist, kommt mit Wolfram Alpha nicht weit. Dafür hat die Suchmaschine andere Qualitäten. Insbesondere in wissenschaftlicher Hinsicht.

So zeigt sie auf ihrer Homepage 30 Themenfelder an, wie zum Beispiel Mathematik, Chemie, Astronomie und Erziehung. Wer darauf klickt, bekommt konkrete Beispiele für mögliche Suchanfragen. So lassen sich etwa physikalische Formeln oder wichtige Eckdaten zu Staaten finden.

Grundlage für Wolfram Alpha ist die Software Mathematica. Viele Funktionen sind kostenlos, speziellere müssen bezahlt werden.

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