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Mobile Brennstoffzelle: Strom für unterwegs

Die mobile Brennstoffzelle "Kraftwerk" erzeugt Strom für unterwegs und will damit Smartphone-Nutzern helfen, wenn dem Akku der Saft ausgeht. Der kompakte Energielieferant hat eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne hinter sich und soll im Sommer nächsten Jahres auf den Markt kommen.
Mobile Brennstoffzelle: Strom für unterwegs Strom ohne Steckdose: Die Brennstoffzelle "Kraftwerk" ist ein Beispiel für gelungenes Crowdfunding. (© 2015 George Dolgikh / Shutterstock.com)

Kraftwerk für die Hosentasche liefert Strom

Der promovierte Werkstoffwissenschaftler Sascha Kühn hat ein Produkt entwickelt, das für viele Nutzer von Smartphones oder Tablet-PCs wie gerufen kommt: Die mobile Brennstoffzelle "Kraftwerk" wiegt 200 Gramm und liefert Strom für bis zu elf Smartphone-Ladungen unterwegs. Gefüllt wird sie mit handelsüblichem Feuerzeuggas (Butan). In ihrem Innern stecken stäbchenförmige Brennstoffzellen, die aus Flüssiggas Strom erzeugen können. Wer bis jetzt mit einem Akkupack unterwegs ist, das zu Hause aufgeladen werden muss, kann bald die mobile Brennstoffzelle als Alternative nutzen.

Mit seiner für das Projekt gegründeten Firma eZelleron steigt Kühn nun in die Produktion ein. Ab kommenden Sommer sollen die Ladestationen für unterwegs verfügbar sein. Die nächste, größere Version soll dann auch Laptops mit Strom versorgen.

Unterstützung und hohe Nachfrage

Die Begeisterung für die mobile Brennstoffzelle ist so groß, dass die Nachfrage kaum bedient werden kann:

  • Bei der  Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter kamen 1,5 Millionen Euro zusammen.
  • Mehr als 11.000 Menschen haben das Projekt unterstützt.
  • Bisher sind bereits zehn Millionen Bestellungen eingegangen.
  • Nur 100.000 Stück kann eZelleron allerdings im Jahr produzieren.
  • Der Preis für das Mini-Kraftwerk soll um die 150 US-Dollar (circa 130 Euro) betragen.

Rechtsstreit als Erfolgsschub

Kühn hat es mit seinem Produkt sogar bis in renommierte US-Medien wie Hollywood Reporter oder Rolling Stone geschafft. Das liegt nicht nur an der innovativen Idee: Die deutsche Elektropop-Band Kraftwerk verklagte den Entwickler wegen Urheberrechtsverletzung, was für ein großes Medienecho sorgte. In Deutschland ist der Prozess bereits gewonnen, die Entscheidung in den USA steht noch aus. Die Klage dürfte der Aufmerksamkeit für die mobile Brennstoffzelle und die Crowdfunding-Kampagne zuträglich gewesen sein.

Weiterführende Links:

  • Im Video untersucht mDM, was Strom aus der Brennstoffzelle kann.
  • Weiterer Stromlieferant für den Smartphone-Akku: die Solar-Steckdose.
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Mobile Brennstoffzelle: Strom für unterwegs

Die mobile Brennstoffzelle "Kraftwerk" erzeugt Strom für unterwegs und will damit Smartphone-Nutzern helfen, wenn dem Akku der Saft ausgeht. Der kompakte Energielieferant hat eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne hinter sich und soll im Sommer nächsten Jahres auf den Markt kommen.
Mobile Brennstoffzelle: Strom für unterwegs Strom ohne Steckdose: Die Brennstoffzelle "Kraftwerk" ist ein Beispiel für gelungenes Crowdfunding. (© 2015 George Dolgikh / Shutterstock.com)

Kraftwerk für die Hosentasche liefert Strom

Der promovierte Werkstoffwissenschaftler Sascha Kühn hat ein Produkt entwickelt, das für viele Nutzer von Smartphones oder Tablet-PCs wie gerufen kommt: Die mobile Brennstoffzelle "Kraftwerk" wiegt 200 Gramm und liefert Strom für bis zu elf Smartphone-Ladungen unterwegs. Gefüllt wird sie mit handelsüblichem Feuerzeuggas (Butan). In ihrem Innern stecken stäbchenförmige Brennstoffzellen, die aus Flüssiggas Strom erzeugen können. Wer bis jetzt mit einem Akkupack unterwegs ist, das zu Hause aufgeladen werden muss, kann bald die mobile Brennstoffzelle als Alternative nutzen.

Mit seiner für das Projekt gegründeten Firma eZelleron steigt Kühn nun in die Produktion ein. Ab kommenden Sommer sollen die Ladestationen für unterwegs verfügbar sein. Die nächste, größere Version soll dann auch Laptops mit Strom versorgen.

Unterstützung und hohe Nachfrage

Die Begeisterung für die mobile Brennstoffzelle ist so groß, dass die Nachfrage kaum bedient werden kann:

  • Bei der  Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter kamen 1,5 Millionen Euro zusammen.
  • Mehr als 11.000 Menschen haben das Projekt unterstützt.
  • Bisher sind bereits zehn Millionen Bestellungen eingegangen.
  • Nur 100.000 Stück kann eZelleron allerdings im Jahr produzieren.
  • Der Preis für das Mini-Kraftwerk soll um die 150 US-Dollar (circa 130 Euro) betragen.

Rechtsstreit als Erfolgsschub

Kühn hat es mit seinem Produkt sogar bis in renommierte US-Medien wie Hollywood Reporter oder Rolling Stone geschafft. Das liegt nicht nur an der innovativen Idee: Die deutsche Elektropop-Band Kraftwerk verklagte den Entwickler wegen Urheberrechtsverletzung, was für ein großes Medienecho sorgte. In Deutschland ist der Prozess bereits gewonnen, die Entscheidung in den USA steht noch aus. Die Klage dürfte der Aufmerksamkeit für die mobile Brennstoffzelle und die Crowdfunding-Kampagne zuträglich gewesen sein.

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  • Im Video untersucht mDM, was Strom aus der Brennstoffzelle kann.
  • Weiterer Stromlieferant für den Smartphone-Akku: die Solar-Steckdose.
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