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Patentanmeldung per Crowd: Schwarmfinanzierung für Erfinder

Ideen leichter schützen: Eine Patentanmeldung bewahrt Ihre innovativen Erfindungen vor gierigen Nachahmern. Das Problem: Der Weg zu der Urkunde ist in aller Regel kompliziert und teuer. Eine Alternative: Die Plattform CrowdPatent. Die mobilisiert im Netz Investoren, um Ihre Kosten für die Anmeldung zu decken.
Patentanmeldung per Crowd: Schwarmfinanzierung für Erfinder Die Patentanmeldung ist zuweilen sehr kostspielig. Die neue Crowdfunding-Plattform CrowdPatent soll helfen, dass Erfinder und Crowd sich zusammentun, um das nötige Kleingeld für Patente aufzubringen. (© 2015 Miriam Doerr/Shutterstock)

Patentanmeldung: So funktioniert's

Als bekanntestes gewerbliches Schutzrecht für innovative Ideen und Erfindungen hat sich das Patent international etabliert. Mit der Urkunde schützen Sie Ihr geistiges Eigentum und sichern sich für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren das alleinige Verwertungsrecht. So rollt der Rubel in die eigene Tasche, wenn sich Ihre Erfindung als echte Goldgrube entpuppt. Gierige Nachahmer haben dann keine Chance.

Also auf zum Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in München, Berlin oder Jena und dort die Erfindung patentieren lassen? Zumindest in der Theorie klingt dieses Vorhaben recht einfach. Denn zur Patentanmeldung müssen Sie lediglich Dokumente vorlegen, in denen Sie ...

  • Ihrer Erfindung einen Namen geben,
  • Ihre Geschäftsidee beschreiben,
  • bei Bedarf eine Zeichnung Ihrer Erfindung zeigen,
  • den Schutzumfang Ihres Patents definieren und
  • Ihre Geschäftsidee in maximal 1.500 Zeichen zusammenfassen.

Dabei sollten Sie dennoch immer die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel das Portal "Für-Gründer.de" empfiehlt. Zu groß ist sonst die Gefahr, dass Ihnen bei der Patentanmeldung ein Lapsus unterläuft und Ihre Idee nicht den nötigen Schutz erhält.

Das Patent: Ein teurer Schutz

Darüber hinaus sollten Sie sich natürlich auch Gedanken machen, wie Sie die Kosten für Ihre Patentanmeldung schultern. Denn der Schutz des geistigen Eigentums ist ein recht teures Vergnügen.

Neben möglichen Kosten für eine Rechtsberatung kommen im Rahmen der Patentanmeldung nämlich einmalige sowie jährliche Gebühren auf Sie zu. Nach Angaben der "Mittelstand Nachrichten" sind fünfstellige Summen dabei keine Seltenheit. Kein Wunder also, dass es nur etwa zehn bis 40 Prozent aller patentierfähigen Erfindungen zur Anmeldung schaffen.

CrowdPatent: Die Masse macht's

Fehlen die nötigen finanziellen Mittel, ist ein geeigneter Investor Gold wert. Das hat auch das Unternehmen CrowdPatent erkannt. Aber anstatt einen finanzstarken Gönner ins Boot zu holen, setzt das Unternehmen gleich auf die Kraft von vielen – auf die Crowd.

Die Homepage von CrowdPatent bringt deshalb die kreativen Köpfe hinter neuen Erfindungen und mögliche Investoren aus der Crowd zusammen. Auf der Seite ...

  • präsentieren Erfinder ihre Ideen einem breiten Publikum,
  • sammeln Geld für die Patentanmeldung und
  • wird die Vermarktung der Patentrechte im Vorfeld organisiert.

Das Prinzip: Eine Win-Win-Situation

Durch das von CrowdPatent entwickelte Konzept, das eine Erfindung begleitet von der Idee bis zum Verkauf und der Vermarktung des Patentrechts, profitieren sowohl Erfinder als auch Investoren:

  • Kreative Köpfe schützen Ihre Ideen vor dem Missbrauch durch unbefugte Dritte,
  • während Investoren aus der Crowd sich an den zum Teil sehr hohen Gewinnmargen beteiligen, die aus der Vermarktung der Patente erwirtschaftet werden.

Das Prinzip dahinter ist mit anderen Crowdfunding-Plattformen zu vergleichen:

  • Der jeweilige Erfinder stellt seine Idee auf CrowdPatent vor und
  • interessierte Investoren aus der Crowd unterstützen die Patentanmeldung mit Beträgen ab 100 Euro.

Abhängig von der dadurch gesammelten Summe wird ein Patentantrag in einem Land oder mehreren gestellt. Je mehr Geld bei einem Projekt gesammelt wird, desto mehr Regionen kommen für die Patentanmeldung in den Topf und umso höher sind die möglichen späteren Einkünfte.

Das lohnt sich vor allem für die Investoren aus der Crowd. Wenn CrowdPatent genehmigte Patente vermarktet, dann ...

  • teilen sich die Investoren  80 Prozent der Gewinne,
  • erhält der Erfinder 15 Prozent und
  • streicht CrowdPatent selbst fünf Prozent ein.

CrowdPatent: Beim Start schon erfolgreich

Aktuell steckt das Konzept noch in den Kinderschuhen: CrowdPatent ist erst vor wenigen Monaten, im März 2015, an den Start gegangen und läuft aktuell in der öffentlichen Beta Phase. Dennoch wurde bereits ein Projekt erfolgreich finanziert.

Und an der eigenen Zukunft wird fleißig geschraubt: In Zusammenarbeit mit den Crowdinvesting-Spezialisten CONDA bastelt CrowdPatent aktuell am Ausbau der eigenen Plattform. Eine Investition mit viel Potenzial: Immerhin werden jährlich 500 Milliarden Dollar in die Hand genommen, um Patentanmeldungen zu finanzieren. Von diesem Kuchen will sich die neue Crowdfundig-Plattform jetzt ihr Stück abschneiden ...

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Patentanmeldung per Crowd: Schwarmfinanzierung für Erfinder Die Patentanmeldung ist zuweilen sehr kostspielig. Die neue Crowdfunding-Plattform CrowdPatent soll helfen, dass Erfinder und Crowd sich zusammentun, um das nötige Kleingeld für Patente aufzubringen. (© 2015 Miriam Doerr/Shutterstock)

Patentanmeldung: So funktioniert's

Als bekanntestes gewerbliches Schutzrecht für innovative Ideen und Erfindungen hat sich das Patent international etabliert. Mit der Urkunde schützen Sie Ihr geistiges Eigentum und sichern sich für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren das alleinige Verwertungsrecht. So rollt der Rubel in die eigene Tasche, wenn sich Ihre Erfindung als echte Goldgrube entpuppt. Gierige Nachahmer haben dann keine Chance.

Also auf zum Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in München, Berlin oder Jena und dort die Erfindung patentieren lassen? Zumindest in der Theorie klingt dieses Vorhaben recht einfach. Denn zur Patentanmeldung müssen Sie lediglich Dokumente vorlegen, in denen Sie ...

  • Ihrer Erfindung einen Namen geben,
  • Ihre Geschäftsidee beschreiben,
  • bei Bedarf eine Zeichnung Ihrer Erfindung zeigen,
  • den Schutzumfang Ihres Patents definieren und
  • Ihre Geschäftsidee in maximal 1.500 Zeichen zusammenfassen.

Dabei sollten Sie dennoch immer die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel das Portal "Für-Gründer.de" empfiehlt. Zu groß ist sonst die Gefahr, dass Ihnen bei der Patentanmeldung ein Lapsus unterläuft und Ihre Idee nicht den nötigen Schutz erhält.

Das Patent: Ein teurer Schutz

Darüber hinaus sollten Sie sich natürlich auch Gedanken machen, wie Sie die Kosten für Ihre Patentanmeldung schultern. Denn der Schutz des geistigen Eigentums ist ein recht teures Vergnügen.

Neben möglichen Kosten für eine Rechtsberatung kommen im Rahmen der Patentanmeldung nämlich einmalige sowie jährliche Gebühren auf Sie zu. Nach Angaben der "Mittelstand Nachrichten" sind fünfstellige Summen dabei keine Seltenheit. Kein Wunder also, dass es nur etwa zehn bis 40 Prozent aller patentierfähigen Erfindungen zur Anmeldung schaffen.

CrowdPatent: Die Masse macht's

Fehlen die nötigen finanziellen Mittel, ist ein geeigneter Investor Gold wert. Das hat auch das Unternehmen CrowdPatent erkannt. Aber anstatt einen finanzstarken Gönner ins Boot zu holen, setzt das Unternehmen gleich auf die Kraft von vielen – auf die Crowd.

Die Homepage von CrowdPatent bringt deshalb die kreativen Köpfe hinter neuen Erfindungen und mögliche Investoren aus der Crowd zusammen. Auf der Seite ...

  • präsentieren Erfinder ihre Ideen einem breiten Publikum,
  • sammeln Geld für die Patentanmeldung und
  • wird die Vermarktung der Patentrechte im Vorfeld organisiert.

Das Prinzip: Eine Win-Win-Situation

Durch das von CrowdPatent entwickelte Konzept, das eine Erfindung begleitet von der Idee bis zum Verkauf und der Vermarktung des Patentrechts, profitieren sowohl Erfinder als auch Investoren:

  • Kreative Köpfe schützen Ihre Ideen vor dem Missbrauch durch unbefugte Dritte,
  • während Investoren aus der Crowd sich an den zum Teil sehr hohen Gewinnmargen beteiligen, die aus der Vermarktung der Patente erwirtschaftet werden.

Das Prinzip dahinter ist mit anderen Crowdfunding-Plattformen zu vergleichen:

  • Der jeweilige Erfinder stellt seine Idee auf CrowdPatent vor und
  • interessierte Investoren aus der Crowd unterstützen die Patentanmeldung mit Beträgen ab 100 Euro.

Abhängig von der dadurch gesammelten Summe wird ein Patentantrag in einem Land oder mehreren gestellt. Je mehr Geld bei einem Projekt gesammelt wird, desto mehr Regionen kommen für die Patentanmeldung in den Topf und umso höher sind die möglichen späteren Einkünfte.

Das lohnt sich vor allem für die Investoren aus der Crowd. Wenn CrowdPatent genehmigte Patente vermarktet, dann ...

  • teilen sich die Investoren  80 Prozent der Gewinne,
  • erhält der Erfinder 15 Prozent und
  • streicht CrowdPatent selbst fünf Prozent ein.

CrowdPatent: Beim Start schon erfolgreich

Aktuell steckt das Konzept noch in den Kinderschuhen: CrowdPatent ist erst vor wenigen Monaten, im März 2015, an den Start gegangen und läuft aktuell in der öffentlichen Beta Phase. Dennoch wurde bereits ein Projekt erfolgreich finanziert.

Und an der eigenen Zukunft wird fleißig geschraubt: In Zusammenarbeit mit den Crowdinvesting-Spezialisten CONDA bastelt CrowdPatent aktuell am Ausbau der eigenen Plattform. Eine Investition mit viel Potenzial: Immerhin werden jährlich 500 Milliarden Dollar in die Hand genommen, um Patentanmeldungen zu finanzieren. Von diesem Kuchen will sich die neue Crowdfundig-Plattform jetzt ihr Stück abschneiden ...

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