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4 wichtige Versicherungen für Existenzgründer

Nicht sexy, aber wichtig: Versicherungen für Existenzgründer. Denn ohne kommen Gründern Schäden durch Dritte oder an Dritten teuer zu stehen. Ein folgenschwerer Manager-Irrtum, ein Datenleck oder ein Einbruch können erhebliche finanzielle Folgen haben. Und sogar zum Ruin führen ...
4 wichtige Versicherungen für Existenzgründer Mit Assekuranzen wie der Cyber-Rsik-Versicherung schützen sich Existenzgründer vor Hackerattacken. (© 2016 alphaspirit/Shutterstock)

Ab der Geburtsstunde Versicherungen abschließen

Zuallerst: Schließen Sie Versicherungen rechtzeitig ab! Wenn der Schaden bereits entstanden ist, ist es natürlich zu spät. Der richtige Zeitpunkt ist vor der Eintragung des Unternehmens ins Handelsregister. Allerspätestens jedoch, wenn das operative Geschäft läuft, sollten die Policen unter Dach und Fach sein. Ein  frühzeitiger Abschluss beruhigt nicht nur ungemein, sondern ist auch hinsichtlich der Budgetplanung essenziell. Erkundigen Sie sich über die Kosten der verschiedenen Anbieter – Vergleichsportale im Internet sind eine gute erste Informationsquelle – und passen Sie ihren Businessplan entsprechend an.

Betriebshaftpflichtversicherung

Quasi ein Muss für Existenzgründer und alle anderen Unternehmer ist die Betriebshaftpflicht. Die benötigen Sie, wenn Sie selbst oder einer Ihrer Mitarbeiter fremdes Eigentum beschädigen. Auch wenn Personen verletzt werden, greift diese Absicherung. Ohne Betriebshaftpflicht kann ein Personenschaden für Ihr Startup schnell den Ruin bedeuten. Beispielhaftes Horror-Szenario: Eine Kundin stolpert in Ihrem Geschäft über einen im Weg stehenden Karton. Sie verletzt sich am Handgelenk und kann als selbstständige Friseurin nicht mehr Ihrem Beruf nachgehen. Für die Schadensersatzansprüche haftet Ihre Betriebshaftpflicht – sofern Sie denn eine abgeschlossen haben.

Geschäftsinhaltsversicherung

Die Geschäftsinhaltsversicherung schützt Ihr Inventar – Ihre Waren und Vorräte inbegriffen. Tritt beispielswiese ein Schaden am Gut aufgrund von Feuer, Leitungswasser oder Sturm/Hagel ein, dann deckt ihn die Geschäftsinhaberversicherung ab. Sie greift auch bei Einbruchdiebstahl.

Cyber-Risk-Versicherung

Sie arbeiten in Ihrem Startup viel mit Nutzer- und Bezahlungsdaten? Dann empfiehlt sich eine Cyber-Risk-Versicherung. Die schützt Sie beispielsweise vor Hackerangriffen und deckt Datenpannen im Allgemeinen ab. Verschafft sich etwa eine Person Zugang zu vertraulichen Informationen, ohne direkt in das System einzudringen, tritt der Versicherungsfall ebenfalls ein.

Obacht, wenn Ihre Zahlungsdaten von einer Hackerattacke betroffen sind. Laut Bundesdatenschutzgesetz haben Sie eine Informationspflicht bezüglich der Datenpanne. Wer der nicht nachkommt, riskiert viel Geld. Bis zu 300.000 Euro Bußgelder sind dann möglich, heißt es auf "gruenderszende.de".

D&O-Versicherung

Die sogenannte Directors&Officers-Versicherung ist speziell für Chefs sowie Führungskräfte, die über eigenständige Entscheidungskompetenzen verfügen, gedacht. Entscheidungen auf Unternehmensebene bergen oftmals ein finanzielles Risiko. Kommt es zum Schadensfall, dann können beteiligte Entscheider mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden. Manche kreative Köpfe setzen allein wegen dieses Haftungsrisikos eine vielversprechende Geschäftsidee nicht um. Mit einer unterschriebenen D&O-Police ließe sich die Verwirklichung wesentlich entspannter umsetzen. Man unterscheidet zwei Arten der Absicherung: Entweder ein Manager schließt sie individuell ab oder sein Unternehmen erledigt das für die komplette Führungsriege.

Mehr zur Managerhaftung erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Fazit: Welche Versicherungen Sie im Einzelfall benötigen, ist natürlich immer unternehmensabhängig. Achten Sie grundsätzlich darauf, dass sie Ihrer Berufsgruppe angepasst sind und Sie damit im jeweiligen Bereich umfassend geschützt sind. Wichtig ist außerdem, dass eine Versicherung über eine Eigenschadenkomponente verfügt, wie das Portal "deutsche-startups.de" schreibt. Sie schützt den Versicherten etwa, wenn ein Projekt plötzlich gestoppt wird, weil ein Kunde vom Vertrag zurücktritt. Haben Sie bereits Aufwendungen investiert, dann werden diese von der Versicherung beglichen.

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4 wichtige Versicherungen für Existenzgründer Mit Assekuranzen wie der Cyber-Rsik-Versicherung schützen sich Existenzgründer vor Hackerattacken. (© 2016 alphaspirit/Shutterstock)

Ab der Geburtsstunde Versicherungen abschließen

Zuallerst: Schließen Sie Versicherungen rechtzeitig ab! Wenn der Schaden bereits entstanden ist, ist es natürlich zu spät. Der richtige Zeitpunkt ist vor der Eintragung des Unternehmens ins Handelsregister. Allerspätestens jedoch, wenn das operative Geschäft läuft, sollten die Policen unter Dach und Fach sein. Ein  frühzeitiger Abschluss beruhigt nicht nur ungemein, sondern ist auch hinsichtlich der Budgetplanung essenziell. Erkundigen Sie sich über die Kosten der verschiedenen Anbieter – Vergleichsportale im Internet sind eine gute erste Informationsquelle – und passen Sie ihren Businessplan entsprechend an.

Betriebshaftpflichtversicherung

Quasi ein Muss für Existenzgründer und alle anderen Unternehmer ist die Betriebshaftpflicht. Die benötigen Sie, wenn Sie selbst oder einer Ihrer Mitarbeiter fremdes Eigentum beschädigen. Auch wenn Personen verletzt werden, greift diese Absicherung. Ohne Betriebshaftpflicht kann ein Personenschaden für Ihr Startup schnell den Ruin bedeuten. Beispielhaftes Horror-Szenario: Eine Kundin stolpert in Ihrem Geschäft über einen im Weg stehenden Karton. Sie verletzt sich am Handgelenk und kann als selbstständige Friseurin nicht mehr Ihrem Beruf nachgehen. Für die Schadensersatzansprüche haftet Ihre Betriebshaftpflicht – sofern Sie denn eine abgeschlossen haben.

Geschäftsinhaltsversicherung

Die Geschäftsinhaltsversicherung schützt Ihr Inventar – Ihre Waren und Vorräte inbegriffen. Tritt beispielswiese ein Schaden am Gut aufgrund von Feuer, Leitungswasser oder Sturm/Hagel ein, dann deckt ihn die Geschäftsinhaberversicherung ab. Sie greift auch bei Einbruchdiebstahl.

Cyber-Risk-Versicherung

Sie arbeiten in Ihrem Startup viel mit Nutzer- und Bezahlungsdaten? Dann empfiehlt sich eine Cyber-Risk-Versicherung. Die schützt Sie beispielsweise vor Hackerangriffen und deckt Datenpannen im Allgemeinen ab. Verschafft sich etwa eine Person Zugang zu vertraulichen Informationen, ohne direkt in das System einzudringen, tritt der Versicherungsfall ebenfalls ein.

Obacht, wenn Ihre Zahlungsdaten von einer Hackerattacke betroffen sind. Laut Bundesdatenschutzgesetz haben Sie eine Informationspflicht bezüglich der Datenpanne. Wer der nicht nachkommt, riskiert viel Geld. Bis zu 300.000 Euro Bußgelder sind dann möglich, heißt es auf "gruenderszende.de".

D&O-Versicherung

Die sogenannte Directors&Officers-Versicherung ist speziell für Chefs sowie Führungskräfte, die über eigenständige Entscheidungskompetenzen verfügen, gedacht. Entscheidungen auf Unternehmensebene bergen oftmals ein finanzielles Risiko. Kommt es zum Schadensfall, dann können beteiligte Entscheider mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden. Manche kreative Köpfe setzen allein wegen dieses Haftungsrisikos eine vielversprechende Geschäftsidee nicht um. Mit einer unterschriebenen D&O-Police ließe sich die Verwirklichung wesentlich entspannter umsetzen. Man unterscheidet zwei Arten der Absicherung: Entweder ein Manager schließt sie individuell ab oder sein Unternehmen erledigt das für die komplette Führungsriege.

Mehr zur Managerhaftung erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Fazit: Welche Versicherungen Sie im Einzelfall benötigen, ist natürlich immer unternehmensabhängig. Achten Sie grundsätzlich darauf, dass sie Ihrer Berufsgruppe angepasst sind und Sie damit im jeweiligen Bereich umfassend geschützt sind. Wichtig ist außerdem, dass eine Versicherung über eine Eigenschadenkomponente verfügt, wie das Portal "deutsche-startups.de" schreibt. Sie schützt den Versicherten etwa, wenn ein Projekt plötzlich gestoppt wird, weil ein Kunde vom Vertrag zurücktritt. Haben Sie bereits Aufwendungen investiert, dann werden diese von der Versicherung beglichen.

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