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Bürokratieentlastungsgesetz II bringt weniger Papierkram

Produktivität statt Bürokratie! Für das Bürokratieentlastungsgesetz ist eine zweite Auflage in Planung. Insbesondere aufstrebende Startups dürfte das freuen, denn sie haben meist Besseres zu tun, als sich um Papierkram zu kümmern. Aber auch alle anderen Unternehmen dürften auf allzu hohe administrative Aufwände gut verzichten können.
Bürokratieentlastungsgesetz II bringt weniger Papierkram Weniger Papierkram, weniger Bürokratie: Das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz soll Papierberge abbauen. (© 2016 Thomas Bethge/Shutterstock)

Bürokratieentlastungsgesetz geht in die zweite Runde

Im Juli 2015 trat das sogenannte Bürokratieentlastungsgesetz in Kraft, das Unternehmen von einigen lästigen und zeitraubenden Aufgaben befreite. Vielfach wurde allerdings kritisiert, dass die Entlastung für die Unternehmen nicht weitreichend genug sei. Nun wird noch einmal nachgebessert. Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Entwurf zum "Zweiten Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie" vorgelegt. Läuft die Beratung im Bundestag nach Plan, können sich Unternehmen bereits ab Januar 2017 über weniger Papierkram freuen.

Steuerrechtliche Entlastung für Kleinunternehmer

Im Zweiten Bürokratienentlastungsgesetz (BEG II) sind unter anderem steuerrechtliche Vereinfachungen und Entlastungen bei Aufbewahrungspflichten vorgesehen.

Die wichtigsten geplanten Neuerungen in der Übersicht:

  • Die Kleinunternehmerregelung soll künftig bis zu einem Jahresumsatz von 20.000 Euro gelten (bislang 17.500 Euro).
  • Die Betragsgrenze für die quartalsweise Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldung soll von 4.000 auf 5.000 Euro erhöht werden.
  • Der Schwellenwert für umsatzsteuerliche Kleinbetragsrechnungen soll auf 200 Euro angehoben werden.
  • Die Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine soll nach Erhalt der Rechnung nicht mehr bestehen.

Weniger Papierkram auch für Handwerker

Zudem sind durch das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz einige Änderungen in der Handwerksordnung geplant, die vor allem darauf abzielen, die Digitalisierung in diesem Sektor voranzutreiben. Entlastung ist auch bezüglich der Sozialabgaben geplant. Unbekannte Werte sollen nicht mehr wie bislang geschätzt werden, sondern anhand des Vormonatswerts beziffert werden können. Noch nicht ganz so weit fortgeschritten ist der Abbau der Bürokratie im Bereich der Pflegeversicherung. Hier ist Entlastung durch digitale, beleglose Datenübertragung zwar geplant, konkret wird diese allerdings erst 2018.

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Bürokratieentlastungsgesetz II bringt weniger Papierkram Weniger Papierkram, weniger Bürokratie: Das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz soll Papierberge abbauen. (© 2016 Thomas Bethge/Shutterstock)

Bürokratieentlastungsgesetz geht in die zweite Runde

Im Juli 2015 trat das sogenannte Bürokratieentlastungsgesetz in Kraft, das Unternehmen von einigen lästigen und zeitraubenden Aufgaben befreite. Vielfach wurde allerdings kritisiert, dass die Entlastung für die Unternehmen nicht weitreichend genug sei. Nun wird noch einmal nachgebessert. Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Entwurf zum "Zweiten Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie" vorgelegt. Läuft die Beratung im Bundestag nach Plan, können sich Unternehmen bereits ab Januar 2017 über weniger Papierkram freuen.

Steuerrechtliche Entlastung für Kleinunternehmer

Im Zweiten Bürokratienentlastungsgesetz (BEG II) sind unter anderem steuerrechtliche Vereinfachungen und Entlastungen bei Aufbewahrungspflichten vorgesehen.

Die wichtigsten geplanten Neuerungen in der Übersicht:

  • Die Kleinunternehmerregelung soll künftig bis zu einem Jahresumsatz von 20.000 Euro gelten (bislang 17.500 Euro).
  • Die Betragsgrenze für die quartalsweise Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldung soll von 4.000 auf 5.000 Euro erhöht werden.
  • Der Schwellenwert für umsatzsteuerliche Kleinbetragsrechnungen soll auf 200 Euro angehoben werden.
  • Die Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine soll nach Erhalt der Rechnung nicht mehr bestehen.

Weniger Papierkram auch für Handwerker

Zudem sind durch das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz einige Änderungen in der Handwerksordnung geplant, die vor allem darauf abzielen, die Digitalisierung in diesem Sektor voranzutreiben. Entlastung ist auch bezüglich der Sozialabgaben geplant. Unbekannte Werte sollen nicht mehr wie bislang geschätzt werden, sondern anhand des Vormonatswerts beziffert werden können. Noch nicht ganz so weit fortgeschritten ist der Abbau der Bürokratie im Bereich der Pflegeversicherung. Hier ist Entlastung durch digitale, beleglose Datenübertragung zwar geplant, konkret wird diese allerdings erst 2018.

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