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Fahrtenbuch richtig führen: Tipps für mehr Übersichtlichkeit

Digital schlägt analog: Wer ein Fahrtenbuch richtig führen möchte, sollte auf eine elektronische Aufzeichnung setzen. Damit entfällt der Papierkrieg und wenn Sie sorgfältig vorgehen, dann kommen Sie auch in den Genuss von Steuervorteilen beim Fiskus ...
Fahrtenbuch richtig führen: Tipps für mehr Übersichtlichkeit Sie möchten das Fahrtenbuch richtig führen? Dann setzen Sie am besten auf eine digitale Lösung. (© 2016 Saklakova/Shutterstock)

Fahrtenbuch richtig führen: Wozu das Ganze?

Sie nutzen ein Fahrzeug zu mehr als 50 Prozent für Geschäftszwecke? Dann lohnt es sich, das Auto als Firmenwagen anzumelden. In der Folge zählt er zum Betriebsvermögen und Sie können alle Kosten wie Kfz-Steuer und Benzin als Betriebsausgaben vom Gewinn abziehen. Das mindert Ihre Steuerlast. Verwenden Sie das Auto zu weniger als zehn Prozent für's Geschäft, dann gilt es als Privatwagen und die Kosten sind nicht absetzbar.

Anders verhält es sich bei der privaten Nutzung des Firmenwagens. Die privaten Strecken werden dem Jahresgewinn hinzu gerechnet. Für diesen Vorgang haben Sie prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder Sie wählen die 1-Prozent-Methode. Dann versteuern Sie pro Monat ein Prozent des Brutto-Inlandslistenpreises des Fahrzeuges. Dabei wird grundsätzlich der Listenneuwagenpreis berücksichtigt, auch wenn Ihr Fahrzeug schon etwas älter ist. Diese Variante lohnt sich vor allem, wenn Sie viel privat unterwegs sind.

Je weniger Privatfahrten Sie absolvieren, desto günstiger ist hingegen das Fahrtenbuch. Hier gilt nämlich keine Pauschale, sondern das tatsächliche Verhältnis zwischen privaten und geschäftlichen Touren. Die Privatfahrten werden dann einfach wieder zum Gewinn dazu gerechnet.

Während eines Jahres müssen Sie sich entweder für das Fahrtenbuch oder die 1-Prozent-Regel entscheiden. Ein Methodentausch im selben Jahr ist nur bei einem Fahrzeugwechsel zulässig.

Ärger mit dem Finanzamt vermeiden

Jeder Manager, der geschäftlich viel mit dem Auto unterwegs ist, kennt das Problem: Fahrtenbuch richtig führen artet meist in einer unübersichtlichen Zettelwirtschaft aus. Doch wer die damit verbundenen Steuervorteile einstreichen will, muss die zurückgelegten Strecken ordnungsgemäß dokumentieren. Denn stellt das Finanzamt Unregelmäßigkeiten fest, droht Ärger. Haben Sie beispielsweise eine Fahrt von Hamburg nach Berlin im Fahrtenbuch vermerkt und für den gleichen Tag liegt eine Tankquittung aus Stuttgart vor, dann steht der Vorwurf der Steuerhinterziehung im Raum. Also seien Sie sorgfältig:

  • Die Aufzeichnungen müssen fortlaufend, lückenlos und gesondert geführt werden.
  • Die Daten müssen vom Fiskus einwandfrei überprüft werden können.

Fahrtenbuch richtig führen: Auf digitale Lösungen setzen

Die gute Nachricht: Das Finanzamt akzeptiert auch elektronische Nachweise. Mittlerweile gibt es Apps, die alle Fahrten automatisch mitschreiben. Via GPS berechnet die Applikation Ihre Position und verfolgt die Fahrtstrecke. Damit ersparen Sie sich das händische Aufschreiben von zurückgelegten Kilometern und beseitigen das Zettelchaos. Eine lästige Pflicht weniger! In diesem Video erläutert mDM-Experte Robin Cumpl die Vorteile einer digitalen Lösung kurz und verständlich:

Damit das Finanzamt Ihre Aufzeichnungen akzeptiert, muss die App folgende Daten erheben:

  • Datum und Kilometerstand zu Beginn der Tour,
  • Reisegrund und Reiseziel,
  • aufgesuchter Geschäftspartner,
  • Kilometerstand am Ende der Tour.

Damit der Fiskus einen Manipulationsverdacht schon im Voraus ausschließen kann, sollte die App das Verändern der aufgezeichneten Daten erkennbar machen. Praktisch: In der Anwendung sehen Sie, wie viele Kilometer Sie privat und wie viele Sie für Geschäftszwecke zurückgelegt haben. Anschließend können Sie die Angaben als Excel- oder CSV-Datei aufbereiten – und in Diagrammen grafisch darstellen. Damit haben Sie einen besseren Überblick und sehen beispielsweise, für welche Kunden und Partner Sie am häufigsten auf Achse waren.

Weiterführende Links: 

  • Fahrtenbuch richtig führen: Praktischen Apps stellen wir in diesem mDM-Ratgeber vor.
  • Firmenwagen in Privatnutzung: Weitere Tipps für Unternehmen lesen Sie hier.
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Fahrtenbuch richtig führen: Tipps für mehr Übersichtlichkeit Sie möchten das Fahrtenbuch richtig führen? Dann setzen Sie am besten auf eine digitale Lösung. (© 2016 Saklakova/Shutterstock)

Fahrtenbuch richtig führen: Wozu das Ganze?

Sie nutzen ein Fahrzeug zu mehr als 50 Prozent für Geschäftszwecke? Dann lohnt es sich, das Auto als Firmenwagen anzumelden. In der Folge zählt er zum Betriebsvermögen und Sie können alle Kosten wie Kfz-Steuer und Benzin als Betriebsausgaben vom Gewinn abziehen. Das mindert Ihre Steuerlast. Verwenden Sie das Auto zu weniger als zehn Prozent für's Geschäft, dann gilt es als Privatwagen und die Kosten sind nicht absetzbar.

Anders verhält es sich bei der privaten Nutzung des Firmenwagens. Die privaten Strecken werden dem Jahresgewinn hinzu gerechnet. Für diesen Vorgang haben Sie prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder Sie wählen die 1-Prozent-Methode. Dann versteuern Sie pro Monat ein Prozent des Brutto-Inlandslistenpreises des Fahrzeuges. Dabei wird grundsätzlich der Listenneuwagenpreis berücksichtigt, auch wenn Ihr Fahrzeug schon etwas älter ist. Diese Variante lohnt sich vor allem, wenn Sie viel privat unterwegs sind.

Je weniger Privatfahrten Sie absolvieren, desto günstiger ist hingegen das Fahrtenbuch. Hier gilt nämlich keine Pauschale, sondern das tatsächliche Verhältnis zwischen privaten und geschäftlichen Touren. Die Privatfahrten werden dann einfach wieder zum Gewinn dazu gerechnet.

Während eines Jahres müssen Sie sich entweder für das Fahrtenbuch oder die 1-Prozent-Regel entscheiden. Ein Methodentausch im selben Jahr ist nur bei einem Fahrzeugwechsel zulässig.

Ärger mit dem Finanzamt vermeiden

Jeder Manager, der geschäftlich viel mit dem Auto unterwegs ist, kennt das Problem: Fahrtenbuch richtig führen artet meist in einer unübersichtlichen Zettelwirtschaft aus. Doch wer die damit verbundenen Steuervorteile einstreichen will, muss die zurückgelegten Strecken ordnungsgemäß dokumentieren. Denn stellt das Finanzamt Unregelmäßigkeiten fest, droht Ärger. Haben Sie beispielsweise eine Fahrt von Hamburg nach Berlin im Fahrtenbuch vermerkt und für den gleichen Tag liegt eine Tankquittung aus Stuttgart vor, dann steht der Vorwurf der Steuerhinterziehung im Raum. Also seien Sie sorgfältig:

  • Die Aufzeichnungen müssen fortlaufend, lückenlos und gesondert geführt werden.
  • Die Daten müssen vom Fiskus einwandfrei überprüft werden können.

Fahrtenbuch richtig führen: Auf digitale Lösungen setzen

Die gute Nachricht: Das Finanzamt akzeptiert auch elektronische Nachweise. Mittlerweile gibt es Apps, die alle Fahrten automatisch mitschreiben. Via GPS berechnet die Applikation Ihre Position und verfolgt die Fahrtstrecke. Damit ersparen Sie sich das händische Aufschreiben von zurückgelegten Kilometern und beseitigen das Zettelchaos. Eine lästige Pflicht weniger! In diesem Video erläutert mDM-Experte Robin Cumpl die Vorteile einer digitalen Lösung kurz und verständlich:

Damit das Finanzamt Ihre Aufzeichnungen akzeptiert, muss die App folgende Daten erheben:

  • Datum und Kilometerstand zu Beginn der Tour,
  • Reisegrund und Reiseziel,
  • aufgesuchter Geschäftspartner,
  • Kilometerstand am Ende der Tour.

Damit der Fiskus einen Manipulationsverdacht schon im Voraus ausschließen kann, sollte die App das Verändern der aufgezeichneten Daten erkennbar machen. Praktisch: In der Anwendung sehen Sie, wie viele Kilometer Sie privat und wie viele Sie für Geschäftszwecke zurückgelegt haben. Anschließend können Sie die Angaben als Excel- oder CSV-Datei aufbereiten – und in Diagrammen grafisch darstellen. Damit haben Sie einen besseren Überblick und sehen beispielsweise, für welche Kunden und Partner Sie am häufigsten auf Achse waren.

Weiterführende Links: 

  • Fahrtenbuch richtig führen: Praktischen Apps stellen wir in diesem mDM-Ratgeber vor.
  • Firmenwagen in Privatnutzung: Weitere Tipps für Unternehmen lesen Sie hier.
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