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Fristverlängerung für die Steuererklärung: 6 Fakten

Mit einer Fristverlängerung für die Steuererklärung erhalten Sie Aufschub, wenn es kurz vor der Abgabefrist eng werden sollte. Lesen Sie, wie der Antrag erfolgen muss und welche Begründungen das Finanzamt akzeptiert.
Fristverlängerung für die Steuererklärung: 6 Fakten Eine Fristverlängerung für die Steuererklärung ist möglich. (© 2016 wavebreakmedia/Shutterstock)

Wer muss überhaupt eine Steuererklärung abgeben?

Am 31. Mai ist in jedem Jahr der Stichtag für alle, die keine Fristverlängerung für ihre Steuererklärung bekommen haben. Grundsätzlich müssen alle Unternehmer, Selbstständigen, Gewerbetreibenden und Freiberufler eine Steuererklärung abgeben, solange sie mit ihren Einkünften die Einkommensuntergrenze von 8.472 Euro Jahreseinkommen (bei Ehepartnern 16.944 Euro) überschreiten. Wer weniger verdient, muss keine Steuererklärung abgeben. Auch Arbeitnehmer, die nur bei einem Arbeitgeber angestellt sind, sind oft nicht zur Abgabe verpflichtet, können sich aber freiwillig dafür entscheiden. Sie haben dann vier Jahre Zeit.

Wie kann man eine Fristverlängerung für die Steuererklärung beantragen?

Wenn es knapp wird und Ihnen klar wird, dass Sie die Frist nicht einhalten können, gibt es aber noch die Möglichkeit zur Fristverlängerung. Dafür müssen Sie keine Formulare ausfüllen, es genügt ein formloses Schreiben, in dem Sie eine Fristverlängerung für Ihre Steuererklärung beantragen. Darin sollten Sie unbedingt Ihre Steuernummer und eine Begründung für die Verspätung angeben. Auch ein Anruf bei Ihrem Sachbearbeiter reicht aus. Dieser vermerkt die Verlängerung dann in Ihrer Akte. Bis zum 30. September ist eine Verlängerung in der Regel problemlos möglich, eventuell sogar bis zum Ende des Jahres.

Welche Begründungen werden akzeptiert?

Wenn Sie eine Fristverlängerung für Ihre Steuererklärung beantragen wollen, sollten Sie allerdings bei der Begründung aufpassen, denn nicht alle Gründe werden vom Finanzamt für ausreichend befunden. Eine lange Krankheit, eine Scheidung oder die Geburt eines Kindes werden in der Regel akzeptiert, ebenso ein unvorhergesehener Auslandsaufenthalt oder fehlende Belege, die Sie noch beschaffen müssen. Diese Begründung sollten Sie allerdings nicht überstrapazieren: Wer jedes Jahr seine Unterlagen nicht beieinander hat, macht einen schlechten Eindruck auf das Finanzamt. Eine kurze Grippe, ein Familienfest oder eine generelle Arbeitsüberlastung werden auch eher nicht überzeugen.

Gibt es mit Steuerberater eine Fristverlängerung?

Der 31. Mai gilt nur dann als Frist, wenn Sie Ihre Steuererklärung selbst erstellen und einreichen. Falls Sie einen Steuerberater beauftragen oder sich von einem Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lassen, gilt für Sie ohnehin der 31. Dezember als Frist. Sie erhalten damit also automatisch eine Fristverlängerung für Ihre Steuererklärung.

Was passiert bei verspäteter Abgabe?

Wenn die Abgabe nicht innerhalb der Frist erfolgt ist, erhalten Sie zunächst eine Mahnung mit einem neuen Termin. Wenn Sie auch diesen nicht einhalten, wird Ihr Einkommen geschätzt und Ihr Steuerbescheid wird auf dieser Grundlage erstellt. Sollten Sie nicht innerhalb von vier Wochen widersprechen, haben Sie keine Möglichkeit mehr, eventuelle Vergünstigungen geltend zu machen. Außerdem kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag von Ihnen fordern und hat dabei einen gewissen Ermessensspielraum. Allerdings darf er maximal zehn Prozent der Steuer und höchstens 25.000 Euro betragen.

Welche Änderungen sind geplant?

Durch das Steuermodernisierungsgesetz soll bei verspäteter Abgabe sofort ein Verspätungszuschlag von 25 Euro pro Monat fällig werden – zumindest für alle, die Steuern nachzahlen müssen. Wenn Ihnen eine Fristverlängerung für die Steuererklärung bewilligt wurde, sind Sie davon aber nicht betroffen. Außerdem werden die Fristen für die Abgabe um zwei Monate verlängert. Das gilt erstmals für den Besteuerungszeitraum 2018.

Weiterführende Links:

  • Diese Änderungen bringt das Steuermodernisierungsgesetz mit sich.
  • mDM zeigt Ihnen, worauf Sie bei der Steuererklärung grundsätzlich achten sollten.
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Mit einer Fristverlängerung für die Steuererklärung erhalten Sie Aufschub, wenn es kurz vor der Abgabefrist eng werden sollte. Lesen Sie, wie der Antrag erfolgen muss und welche Begründungen das Finanzamt akzeptiert.
Fristverlängerung für die Steuererklärung: 6 Fakten Eine Fristverlängerung für die Steuererklärung ist möglich. (© 2016 wavebreakmedia/Shutterstock)

Wer muss überhaupt eine Steuererklärung abgeben?

Am 31. Mai ist in jedem Jahr der Stichtag für alle, die keine Fristverlängerung für ihre Steuererklärung bekommen haben. Grundsätzlich müssen alle Unternehmer, Selbstständigen, Gewerbetreibenden und Freiberufler eine Steuererklärung abgeben, solange sie mit ihren Einkünften die Einkommensuntergrenze von 8.472 Euro Jahreseinkommen (bei Ehepartnern 16.944 Euro) überschreiten. Wer weniger verdient, muss keine Steuererklärung abgeben. Auch Arbeitnehmer, die nur bei einem Arbeitgeber angestellt sind, sind oft nicht zur Abgabe verpflichtet, können sich aber freiwillig dafür entscheiden. Sie haben dann vier Jahre Zeit.

Wie kann man eine Fristverlängerung für die Steuererklärung beantragen?

Wenn es knapp wird und Ihnen klar wird, dass Sie die Frist nicht einhalten können, gibt es aber noch die Möglichkeit zur Fristverlängerung. Dafür müssen Sie keine Formulare ausfüllen, es genügt ein formloses Schreiben, in dem Sie eine Fristverlängerung für Ihre Steuererklärung beantragen. Darin sollten Sie unbedingt Ihre Steuernummer und eine Begründung für die Verspätung angeben. Auch ein Anruf bei Ihrem Sachbearbeiter reicht aus. Dieser vermerkt die Verlängerung dann in Ihrer Akte. Bis zum 30. September ist eine Verlängerung in der Regel problemlos möglich, eventuell sogar bis zum Ende des Jahres.

Welche Begründungen werden akzeptiert?

Wenn Sie eine Fristverlängerung für Ihre Steuererklärung beantragen wollen, sollten Sie allerdings bei der Begründung aufpassen, denn nicht alle Gründe werden vom Finanzamt für ausreichend befunden. Eine lange Krankheit, eine Scheidung oder die Geburt eines Kindes werden in der Regel akzeptiert, ebenso ein unvorhergesehener Auslandsaufenthalt oder fehlende Belege, die Sie noch beschaffen müssen. Diese Begründung sollten Sie allerdings nicht überstrapazieren: Wer jedes Jahr seine Unterlagen nicht beieinander hat, macht einen schlechten Eindruck auf das Finanzamt. Eine kurze Grippe, ein Familienfest oder eine generelle Arbeitsüberlastung werden auch eher nicht überzeugen.

Gibt es mit Steuerberater eine Fristverlängerung?

Der 31. Mai gilt nur dann als Frist, wenn Sie Ihre Steuererklärung selbst erstellen und einreichen. Falls Sie einen Steuerberater beauftragen oder sich von einem Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lassen, gilt für Sie ohnehin der 31. Dezember als Frist. Sie erhalten damit also automatisch eine Fristverlängerung für Ihre Steuererklärung.

Was passiert bei verspäteter Abgabe?

Wenn die Abgabe nicht innerhalb der Frist erfolgt ist, erhalten Sie zunächst eine Mahnung mit einem neuen Termin. Wenn Sie auch diesen nicht einhalten, wird Ihr Einkommen geschätzt und Ihr Steuerbescheid wird auf dieser Grundlage erstellt. Sollten Sie nicht innerhalb von vier Wochen widersprechen, haben Sie keine Möglichkeit mehr, eventuelle Vergünstigungen geltend zu machen. Außerdem kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag von Ihnen fordern und hat dabei einen gewissen Ermessensspielraum. Allerdings darf er maximal zehn Prozent der Steuer und höchstens 25.000 Euro betragen.

Welche Änderungen sind geplant?

Durch das Steuermodernisierungsgesetz soll bei verspäteter Abgabe sofort ein Verspätungszuschlag von 25 Euro pro Monat fällig werden – zumindest für alle, die Steuern nachzahlen müssen. Wenn Ihnen eine Fristverlängerung für die Steuererklärung bewilligt wurde, sind Sie davon aber nicht betroffen. Außerdem werden die Fristen für die Abgabe um zwei Monate verlängert. Das gilt erstmals für den Besteuerungszeitraum 2018.

Weiterführende Links:

  • Diese Änderungen bringt das Steuermodernisierungsgesetz mit sich.
  • mDM zeigt Ihnen, worauf Sie bei der Steuererklärung grundsätzlich achten sollten.
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