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Gemischt genutztes Arbeitszimmer absetzen? BFH sagt 'nein'

Wer das häusliche Arbeitszimmer von der Steuer absetzen möchte, indem er oder sie Werbungskosten geltend macht, erlebt womöglich sein blaues Wunder. Denn sobald der Raum gemeinschaftlich genutzt wird, sieht der Fiskus rot. Das ergibt ein Urteil vom Bundesfinanzhof (BFH).
Gemischt genutztes Arbeitszimmer absetzen? BGH sagt 'Nein' Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Nur räumlich getrennte Arbeitszimmer sind steuerlich absetzbar. (© 2016 www.BillionPhotos.com/Shutterstock)

Arbeitszimmer absetzen – aber nur bei separaten Räumen

Ob Geschäftsführer einer GmbH oder einfacher Handelsvertrer, wer das Arbeitszimmer von der Steuer absetzen will, muss dafür bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu zählt in jedem Fall, dass das Heimbüro ein abgeschlossener Raum ist und wie ein Arbeitszimmer eingerichtet sein muss. Handelt es sich dabei also nur um eine Arbeitsecke im Wohnzimmer, dann rückt der Werbungskostenabzug in weite Ferne. Selbiges gilt, wenn das Arbeitszimmer teils privat, teils beruflich genutzt wird. Das entschied der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH, GrS 1/14).

In der Vergangenheit waren sich die Finanzhöfe bei dieser Frage uneins. Nun müssen aber alle Finanzämter der harten Gangart folgen.

Kriterien für einen Werbungskostenabzug

Bis zu 1.250 Euro können Angestellte und Co. an Werbungskosten geltend machen. Das Arbeitszimmer ist steuerlich absetzbar, wenn…

  • … es über eine büromäßige Ausstattung verfügt (der Kleiderschrank hat also im Büro nichts zu suchen),
  • … es nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird und
  • der Mittelpunkt der gesamten Arbeit ist. Die Tätigkeit wird also hauptsächlich im Heimbüro oder bei Kunden ausgeführt.

Weiterführende Links:

  • Homeoffice ist bei Mitarbeitern beliebt. Das ist das Ergebnis einer DIW-Studie.
  • Wohlfühlatmosphäre im Büro: Tipps, wie Sie Ihren Arbeitsplatz einrichten können.

 

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Gemischt genutztes Arbeitszimmer absetzen? BFH sagt 'nein'

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Gemischt genutztes Arbeitszimmer absetzen? BGH sagt 'Nein' Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Nur räumlich getrennte Arbeitszimmer sind steuerlich absetzbar. (© 2016 www.BillionPhotos.com/Shutterstock)

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Ob Geschäftsführer einer GmbH oder einfacher Handelsvertrer, wer das Arbeitszimmer von der Steuer absetzen will, muss dafür bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu zählt in jedem Fall, dass das Heimbüro ein abgeschlossener Raum ist und wie ein Arbeitszimmer eingerichtet sein muss. Handelt es sich dabei also nur um eine Arbeitsecke im Wohnzimmer, dann rückt der Werbungskostenabzug in weite Ferne. Selbiges gilt, wenn das Arbeitszimmer teils privat, teils beruflich genutzt wird. Das entschied der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH, GrS 1/14).

In der Vergangenheit waren sich die Finanzhöfe bei dieser Frage uneins. Nun müssen aber alle Finanzämter der harten Gangart folgen.

Kriterien für einen Werbungskostenabzug

Bis zu 1.250 Euro können Angestellte und Co. an Werbungskosten geltend machen. Das Arbeitszimmer ist steuerlich absetzbar, wenn…

  • … es über eine büromäßige Ausstattung verfügt (der Kleiderschrank hat also im Büro nichts zu suchen),
  • … es nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird und
  • der Mittelpunkt der gesamten Arbeit ist. Die Tätigkeit wird also hauptsächlich im Heimbüro oder bei Kunden ausgeführt.

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