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Illegale Beschäftigung: TÜV-Zertifikat für Bauunternehmen

Schwarzarbeit ist gerade in der Baubranche noch immer verbreitet. Im Kampf gegen Schwarzarbeit hat der TÜV Thüringen jetzt ein Berliner Unternehmen als "präventiv und nachhaltig" ausgezeichnet.
Illegale Beschäftigung: TÜV-Zertifikat für Bauunternehmen Durch illegale Beschäftigung entsteht ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden. (© 2016 Lisa S./Shutterstock)

Wolff & Müller: Vorsorge gegen Schwarzarbeit

Im Kampf gegen illegale Beschäftigung darf das Unternehmen Wolff & Müller als vorbildlich gelten. Als Zeichen dafür hat es vom TÜV Thüringen und der Berliner Umwelt- und Unternehmensberatung envigration das Zertifikat "Präventiv und nachhaltig" erhalten.  Grund ist sein Umwelt- und Nachunternehmermanagement, das seine Berliner Niederlassung beim Bauprojekt Spindlershof walten ließ. Dabei hat es die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Umwelt und sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen freiwillig deutlich übertroffen.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Bereits seit 2011 arbeitet Wolff & Müller mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls zusammen. Seitdem hat der Betrieb für seine 27 deutschen Niederlassungen eine Stabsstelle mit zehn Nachunternehmerkoordinatoren aufgebaut.

Großer Aufwand für die saubere Weste

Und die haben von Anfang an ein Auge auf neue Projekte. So klopfen sie schon mit der Auftragsvergabe Bauvorhaben mittels eines eigenen Regelwerks auf Unregelmäßigkeiten hin ab. Kann zum Beispiel ein Geschäftspartner keine Unbedenklichkeitserklärungen der Sozialkassen oder Finanzbehörden vorlegen, dann wird er von Wolff & Müller verwarnt. Eigene Fortbildungen sensibilisieren alle Mitarbeiter gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung.

Der große präventive Aufwand ist durchaus eigennützig. Denn das Unternehmen schützt sich damit selbst vor Konflikten mit dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung (SchwarzArbG). Nicht jedes Unternehmen in der Branche ist so beispielhaft. Gerade auf deutschen Baustellen tummeln sich viele Schwarzarbeiter. Angeheuert werden sie von Unternehmen, die Kosten sparen wollen. Der Konkurrenzkampf ist schließlich hart und oft erhält das günstigste Angebot den Zuschlag. Das hat gesamtwirtschaftliche Folgen. So erzeugte die Schattenwirtschaft in Deutschland 2014 einen Schaden von rund 800 Millionen Euro, wie "Merkur.de" berichtet.

Weiterführende Links:

  • Mehr zur Auszeichnung von Wolff & Müller gegen illegale Beschäftigung lesen Sie auf "Meistertipp.de".
  • Neben Schwarzarbeit erscheint einigen Managern auch ein anderes verbotenes Mittel recht zu sein, um Kosten zu sparen. Sie wollen den Mindestlohn umgehen.
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Illegale Beschäftigung: TÜV-Zertifikat für Bauunternehmen

Schwarzarbeit ist gerade in der Baubranche noch immer verbreitet. Im Kampf gegen Schwarzarbeit hat der TÜV Thüringen jetzt ein Berliner Unternehmen als "präventiv und nachhaltig" ausgezeichnet.
Illegale Beschäftigung: TÜV-Zertifikat für Bauunternehmen Durch illegale Beschäftigung entsteht ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden. (© 2016 Lisa S./Shutterstock)

Wolff & Müller: Vorsorge gegen Schwarzarbeit

Im Kampf gegen illegale Beschäftigung darf das Unternehmen Wolff & Müller als vorbildlich gelten. Als Zeichen dafür hat es vom TÜV Thüringen und der Berliner Umwelt- und Unternehmensberatung envigration das Zertifikat "Präventiv und nachhaltig" erhalten.  Grund ist sein Umwelt- und Nachunternehmermanagement, das seine Berliner Niederlassung beim Bauprojekt Spindlershof walten ließ. Dabei hat es die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Umwelt und sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen freiwillig deutlich übertroffen.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Bereits seit 2011 arbeitet Wolff & Müller mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls zusammen. Seitdem hat der Betrieb für seine 27 deutschen Niederlassungen eine Stabsstelle mit zehn Nachunternehmerkoordinatoren aufgebaut.

Großer Aufwand für die saubere Weste

Und die haben von Anfang an ein Auge auf neue Projekte. So klopfen sie schon mit der Auftragsvergabe Bauvorhaben mittels eines eigenen Regelwerks auf Unregelmäßigkeiten hin ab. Kann zum Beispiel ein Geschäftspartner keine Unbedenklichkeitserklärungen der Sozialkassen oder Finanzbehörden vorlegen, dann wird er von Wolff & Müller verwarnt. Eigene Fortbildungen sensibilisieren alle Mitarbeiter gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung.

Der große präventive Aufwand ist durchaus eigennützig. Denn das Unternehmen schützt sich damit selbst vor Konflikten mit dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung (SchwarzArbG). Nicht jedes Unternehmen in der Branche ist so beispielhaft. Gerade auf deutschen Baustellen tummeln sich viele Schwarzarbeiter. Angeheuert werden sie von Unternehmen, die Kosten sparen wollen. Der Konkurrenzkampf ist schließlich hart und oft erhält das günstigste Angebot den Zuschlag. Das hat gesamtwirtschaftliche Folgen. So erzeugte die Schattenwirtschaft in Deutschland 2014 einen Schaden von rund 800 Millionen Euro, wie "Merkur.de" berichtet.

Weiterführende Links:

  • Mehr zur Auszeichnung von Wolff & Müller gegen illegale Beschäftigung lesen Sie auf "Meistertipp.de".
  • Neben Schwarzarbeit erscheint einigen Managern auch ein anderes verbotenes Mittel recht zu sein, um Kosten zu sparen. Sie wollen den Mindestlohn umgehen.
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