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Neues Gesetz: Änderungen bei der Steuererklärung

Der Bundestag hat das Steuermodernisierungsgesetz beschlossen, das bei der Steuererklärung Erleichterung für Behörden und Steuerzahler bringen soll. Künftig gelten längere Fristen für die Abgabe, aber auch ein pauschaler Verspätungszuschlag. Außerdem wird die Steuererklärung digitaler.
Neues Gesetz: Änderungen bei der Steuererklärung Für die Steuerklärung bleibt künftig mehr Zeit. (© 2016 JohannesS/Shutterstock)

Neue Fristen und Verspätungszuschlag

Das Steuermodernisierungsgesetz gibt den Bundesbürgern künftig mehr Zeit für die Steuererklärung: Statt des 31. Mais gilt ab dem Besteuerungszeitraum 2018 der 31. Juli als Frist. Wer einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein konsultiert, hat aktuell bis zum 31. Dezember Zeit, künftig erwarten die Behörden seine Steuererklärung erst bis Ende Februar des Folgejahres. Allerdings müssen Steuerzahler, die mit der Abgabe spät dran sind, künftig mit einem pauschalen Verspätungszuschlag von 25 Euro pro Monat rechnen. Dieser wird jedoch nur bei Personen fällig, die Steuern nachzahlen müssen. Außerdem sind weiterhin Fristverlängerungen möglich. Wer eine solche erhalten hat, braucht sich um einen Verspätungszuschlag keine Sorgen zu machen.

Unterstützung für die elektronische Steuererklärung

Langfristig wünschen sich die Behörden, dass immer mehr Bürger ihre Steuererklärung digital über das "Elster"-Verfahren abgeben. Deshalb soll es dabei künftig auch nicht mehr nötig sein, Belege direkt beim Finanzamt einzureichen. Auf Verlangen müssen Steuerzahler sie aber trotzdem vorlegen können. Das Gesetz tritt zwar schon zum 1. Januar 2017 in Kraft, zunächst sind aber noch einige technische Neuerungen nötig. Ab 2022 soll die digitale und beleglose Steuerklärung dann möglich sein. Wer seine Unterlagen lieber in Papierform abgibt, wird aber auch durch das neue Gesetz nicht zum elektronischen Verfahren verpflichtet. Es soll zudem möglich sein, statt der automatischen Bearbeitung eine klassische Prüfung durch einen Mitarbeiter zu beantragen.

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Neues Gesetz: Änderungen bei der Steuererklärung Für die Steuerklärung bleibt künftig mehr Zeit. (© 2016 JohannesS/Shutterstock)

Neue Fristen und Verspätungszuschlag

Das Steuermodernisierungsgesetz gibt den Bundesbürgern künftig mehr Zeit für die Steuererklärung: Statt des 31. Mais gilt ab dem Besteuerungszeitraum 2018 der 31. Juli als Frist. Wer einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein konsultiert, hat aktuell bis zum 31. Dezember Zeit, künftig erwarten die Behörden seine Steuererklärung erst bis Ende Februar des Folgejahres. Allerdings müssen Steuerzahler, die mit der Abgabe spät dran sind, künftig mit einem pauschalen Verspätungszuschlag von 25 Euro pro Monat rechnen. Dieser wird jedoch nur bei Personen fällig, die Steuern nachzahlen müssen. Außerdem sind weiterhin Fristverlängerungen möglich. Wer eine solche erhalten hat, braucht sich um einen Verspätungszuschlag keine Sorgen zu machen.

Unterstützung für die elektronische Steuererklärung

Langfristig wünschen sich die Behörden, dass immer mehr Bürger ihre Steuererklärung digital über das "Elster"-Verfahren abgeben. Deshalb soll es dabei künftig auch nicht mehr nötig sein, Belege direkt beim Finanzamt einzureichen. Auf Verlangen müssen Steuerzahler sie aber trotzdem vorlegen können. Das Gesetz tritt zwar schon zum 1. Januar 2017 in Kraft, zunächst sind aber noch einige technische Neuerungen nötig. Ab 2022 soll die digitale und beleglose Steuerklärung dann möglich sein. Wer seine Unterlagen lieber in Papierform abgibt, wird aber auch durch das neue Gesetz nicht zum elektronischen Verfahren verpflichtet. Es soll zudem möglich sein, statt der automatischen Bearbeitung eine klassische Prüfung durch einen Mitarbeiter zu beantragen.

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