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Was ist nochmal eine Bilanz?

Grundwissen hin und wieder aufzufrischen, gehört dazu. Die Frage 'Was ist eine Bilanz?' ist ein nützlicher Einstieg: Denn Sie beschäftigen sich erneut mit den wirtschaftlichen Erfolgen Ihres Unternehmens und machen Ihre Zukunft planbar.
Was ist nochmal eine Bilanz? Was war noch gleich eine Bilanz? Frischen Sie Ihr Grundlagenwissen auf – wir erklären die wichtigsten Fakten. (© 2016 file404/Shutterstock)

Bilanzen: Eine kurze Erläuterung

Was ist eine Bilanz? Im Grund ist das Thema schnell beantwortet – doch erst in den Details steckt ein richtiger Mehrwert für Sie. Also kurz und bündig: Mit der Aufstellung und Berechnung messen Sie Ihre Gewinne und Schulden. Sie schätzen nicht, was Ihre Firma produktiv macht, sondern Sie wissen es ganz genau.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV, ist eine Bilanz fester Bestandteil des Jahres- beziehungsweise Zwischenabschlusses. Bei der doppelten Buchführung oder Doppik sind entsprechende Berechnungen und Auflistungen daher nicht zu umgehen. Zwei Begriffe tauchen im Zusammenhang mit dem Stichwort immer wieder auf.

Zunächst die Aktiva:

  • Dabei handelt es sich um Ihr Vermögen, also den Wert all Ihrer Vermögensgegenstände.
  • Gleichzeitig werden die verwendeten Mittel unter diesem Punkt aufgeführt.
  • Zählen Sie Ihre Aktiva zusammen, so erhalten Sie eine der zwei Bilanzsummen.

Des Weiteren gibt es die Passiva:

  • Während Sie unter Aktiva alle Mittel auflisten, die Sie genutzt haben, stellen Sie hier die Herkunft der Mittel zusammen.
  • Auch dadurch ergibt sich eine Bilanzsumme.

Besonders wichtig: Bei einer korrekten Bilanzierung sind die Summen aus Aktiva und Passiva gleich. Aber was haben Sie eigentlich davon? Sofort ins Auge springt natürlich die Bestimmung des Gewinns. Das ist allerdings nicht alles:

  • Informationsgehalt. Mit der Auflistung informieren Sie Behörden, Banken sowie Ihre Investoren und Stakeholder.
  • Dokumentationswert. Ihre Werte und Zahlen werden nachprüfbar – das ist für Sie selbst wichtig. Es gelten darüber hinaus gewisse Vorschriften, die Sie einhalten müssen. Mehr dazu weiter unten im Teil über Rechte und Pflichten.

Eine weitere Antwort auf die Frage, 'Was ist eine Bilanz?' lautet demnach: Unternehmensprozesse werden transparent. In der Konsequenz ist damit die Planung einer sicheren Zukunft möglich.

Bilanzarten: Was Sie wissen müssen

Es gibt unterschiedliche Arten von Bilanzen, die Sie kennen sollten. Hier ein Ausschnitt:

  • Eröffnungsbilanz. Bevor Ihr Betrieb überhaupt startet, muss der offizielle Kaufmann Schulden und Vermögen darlegen. Wie das geht, haben wir in unserem Ratgeber Eine Eröffnungsbilanz erstellen: 6 Fakten für GmbH und UG ausführlich beschrieben.
  • Handelsbilanzen. In den meisten Fällen ist solch eine Berechnung gesetzlich vorgeschrieben. In ihr bilden Sie den Stand Ihrer Firma für alle involvierten Parteien ab. Das hängt eng mit der Steuerbilanz zusammen, auf deren Grundlage der Fiskus die Abgaben festlegt.
  • Laufende Bilanz. Am Ende des Geschäftsjahres wird diese Variante erstellt. Aktienfirmen sind allerdings dazu verpflichtet, ein solches Register einmal im Quartal anzufertigen.
  • Sonderbilanz. Wie der Name schon sagt, fällt diese Prägung etwas aus dem Rahmen. Berechnet wird sie, wenn etwa eine Fusion ansteht, Unternehmen pleitegehen oder sobald neu gegründet wird.

Wichtige Gesetze: Ihre Rechte und Pflichten

Eine Kür ist die Bilanz selbstverständlich nicht. Im Paragrafen 242, Absatz 3 des Handelsgesetzbuches (HGB) ist genau festgelegt, was die Buchhaltung tun muss.

Das ist noch nicht alles: Auch bei der Gliederung gibt es Vorgaben, festgehalten im Paragrafen 266 des HGBs. Dort ist ganz genau beschrieben, welche Aktiva und Passiva Sie aufführen müssen. Und dass Sie die sogenannte Kontoform für Ihre Darstellung wählen müssen. Dazu später mehr.

Insgesamt können diese beiden Kurzabrisse nur einen Einstieg in die rechtliche Dimension bieten. Unser Tipp: Auch für kleine Unternehmen lohnt sich bereits juristischer Beistand für die Interpretation der Gesetze. So vermeiden Sie Fehler und Strafen.

Bilanz erstellen: Eine feste Gliederung

Die Frage 'Was ist eine Bilanz?', Sie haben es bereits bemerkt, lässt sich vor allem aus steuer- und handelsrechtlicher Perspektive beantworten. Wir werfen daher noch einen Blick auf den Paragrafen 266 des HGBs, den wir oben schon erwähnt haben. Dort heißt es gleich zu Beginn:

"Die Bilanz ist in Kontoform aufzustellen."

Was heißt das? Sie führen Soll und Haben, also Aktiva und Passiva, in zwei Spalten auf. Ausschließlich diese Anordnung ist gesetzlich zulässig. Vorgeschrieben sind die Größen:

  • Anlagevermögen
  • Umlaufvermögen
  • Eigenkapital
  • Schulden
  • Rechnungsabgrenzungsposten

Weiterführende Links:

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Grundwissen hin und wieder aufzufrischen, gehört dazu. Die Frage 'Was ist eine Bilanz?' ist ein nützlicher Einstieg: Denn Sie beschäftigen sich erneut mit den wirtschaftlichen Erfolgen Ihres Unternehmens und machen Ihre Zukunft planbar.
Was ist nochmal eine Bilanz? Was war noch gleich eine Bilanz? Frischen Sie Ihr Grundlagenwissen auf – wir erklären die wichtigsten Fakten. (© 2016 file404/Shutterstock)

Bilanzen: Eine kurze Erläuterung

Was ist eine Bilanz? Im Grund ist das Thema schnell beantwortet – doch erst in den Details steckt ein richtiger Mehrwert für Sie. Also kurz und bündig: Mit der Aufstellung und Berechnung messen Sie Ihre Gewinne und Schulden. Sie schätzen nicht, was Ihre Firma produktiv macht, sondern Sie wissen es ganz genau.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV, ist eine Bilanz fester Bestandteil des Jahres- beziehungsweise Zwischenabschlusses. Bei der doppelten Buchführung oder Doppik sind entsprechende Berechnungen und Auflistungen daher nicht zu umgehen. Zwei Begriffe tauchen im Zusammenhang mit dem Stichwort immer wieder auf.

Zunächst die Aktiva:

  • Dabei handelt es sich um Ihr Vermögen, also den Wert all Ihrer Vermögensgegenstände.
  • Gleichzeitig werden die verwendeten Mittel unter diesem Punkt aufgeführt.
  • Zählen Sie Ihre Aktiva zusammen, so erhalten Sie eine der zwei Bilanzsummen.

Des Weiteren gibt es die Passiva:

  • Während Sie unter Aktiva alle Mittel auflisten, die Sie genutzt haben, stellen Sie hier die Herkunft der Mittel zusammen.
  • Auch dadurch ergibt sich eine Bilanzsumme.

Besonders wichtig: Bei einer korrekten Bilanzierung sind die Summen aus Aktiva und Passiva gleich. Aber was haben Sie eigentlich davon? Sofort ins Auge springt natürlich die Bestimmung des Gewinns. Das ist allerdings nicht alles:

  • Informationsgehalt. Mit der Auflistung informieren Sie Behörden, Banken sowie Ihre Investoren und Stakeholder.
  • Dokumentationswert. Ihre Werte und Zahlen werden nachprüfbar – das ist für Sie selbst wichtig. Es gelten darüber hinaus gewisse Vorschriften, die Sie einhalten müssen. Mehr dazu weiter unten im Teil über Rechte und Pflichten.

Eine weitere Antwort auf die Frage, 'Was ist eine Bilanz?' lautet demnach: Unternehmensprozesse werden transparent. In der Konsequenz ist damit die Planung einer sicheren Zukunft möglich.

Bilanzarten: Was Sie wissen müssen

Es gibt unterschiedliche Arten von Bilanzen, die Sie kennen sollten. Hier ein Ausschnitt:

  • Eröffnungsbilanz. Bevor Ihr Betrieb überhaupt startet, muss der offizielle Kaufmann Schulden und Vermögen darlegen. Wie das geht, haben wir in unserem Ratgeber Eine Eröffnungsbilanz erstellen: 6 Fakten für GmbH und UG ausführlich beschrieben.
  • Handelsbilanzen. In den meisten Fällen ist solch eine Berechnung gesetzlich vorgeschrieben. In ihr bilden Sie den Stand Ihrer Firma für alle involvierten Parteien ab. Das hängt eng mit der Steuerbilanz zusammen, auf deren Grundlage der Fiskus die Abgaben festlegt.
  • Laufende Bilanz. Am Ende des Geschäftsjahres wird diese Variante erstellt. Aktienfirmen sind allerdings dazu verpflichtet, ein solches Register einmal im Quartal anzufertigen.
  • Sonderbilanz. Wie der Name schon sagt, fällt diese Prägung etwas aus dem Rahmen. Berechnet wird sie, wenn etwa eine Fusion ansteht, Unternehmen pleitegehen oder sobald neu gegründet wird.

Wichtige Gesetze: Ihre Rechte und Pflichten

Eine Kür ist die Bilanz selbstverständlich nicht. Im Paragrafen 242, Absatz 3 des Handelsgesetzbuches (HGB) ist genau festgelegt, was die Buchhaltung tun muss.

Das ist noch nicht alles: Auch bei der Gliederung gibt es Vorgaben, festgehalten im Paragrafen 266 des HGBs. Dort ist ganz genau beschrieben, welche Aktiva und Passiva Sie aufführen müssen. Und dass Sie die sogenannte Kontoform für Ihre Darstellung wählen müssen. Dazu später mehr.

Insgesamt können diese beiden Kurzabrisse nur einen Einstieg in die rechtliche Dimension bieten. Unser Tipp: Auch für kleine Unternehmen lohnt sich bereits juristischer Beistand für die Interpretation der Gesetze. So vermeiden Sie Fehler und Strafen.

Bilanz erstellen: Eine feste Gliederung

Die Frage 'Was ist eine Bilanz?', Sie haben es bereits bemerkt, lässt sich vor allem aus steuer- und handelsrechtlicher Perspektive beantworten. Wir werfen daher noch einen Blick auf den Paragrafen 266 des HGBs, den wir oben schon erwähnt haben. Dort heißt es gleich zu Beginn:

"Die Bilanz ist in Kontoform aufzustellen."

Was heißt das? Sie führen Soll und Haben, also Aktiva und Passiva, in zwei Spalten auf. Ausschließlich diese Anordnung ist gesetzlich zulässig. Vorgeschrieben sind die Größen:

  • Anlagevermögen
  • Umlaufvermögen
  • Eigenkapital
  • Schulden
  • Rechnungsabgrenzungsposten

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