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Wie schreibe ich eine Vollmacht? 4 Tipps zum Thema

Einen Stellvertreter zu benennen ist Vertrauenssache. Weniger klar ist, wie eine entsprechende Befugnis aussieht. Viele fragen sich daher: Wie schreibe ich eine Vollmacht? Wir bleiben Ihnen die Antwort nicht schuldig.
Wie schreibe ich eine Vollmacht? 4 Tipps zum Thema Wie schreibe ich eine Vollmacht? Diese Frage stellt sich häufig, wenn Nachfolger oder Stellvertreter gesucht sind. (© 2016 Rido/Shutterstock)

Was ist eine Vollmacht?

Bevor wir zur Antwort auf die Frage kommen, wie schreibe ich eine Vollmacht, hier eine kurze Definition: Grob gesagt, ist eine Vollmacht die Erlaubnis einer anderen Person, geschäftliche Entscheidungen an Ihrer statt zu treffen. Sie setzen damit praktisch einen Vertreter oder eine Vertreterin für sich ein. Juristisch ist die Vollmacht in § 164ff. BGB geregelt. Demnach handelt der oder die Vertretende in Ihrem Namen und im Rahmen seiner oder ihrer Vertretungsmacht. Wie weit die reicht und unter welchen Umständen sie gilt, kommt in der Vollmacht zum Ausdruck.

Sie merken, hier geht es um eine Vertrauenssache. Wählen Sie deshalb Ihre Stellvertretung mit Bedacht. Denn die erteilte Befugnis gilt unter Umständen auch, wenn Sie selbst – etwa durch Krankheit – handlungsunfähig sind. Zur Sicherheit können Sie einen neutralen Kontrollbevollmächtigten (Anwalt oder Notar) einsetzen. Der schaut dem eigentlichen Bevollmächtigten auf die Finger und kann schlimmstenfalls dessen Ermächtigung kassieren.

Wann ist eine Vollmacht sinnvoll?

Notwendig kann eine solche Berechtigung unter anderem sein, wenn es um ...

  • rechtsgeschäftliche Dinge,
  • Vertretungen in gesetzlicher und
  • Vertretungen in organischer Hinsicht oder die
  • Verwaltung fremder Vermögen geht.

Näheres über Sinn und Zweck einer Vollmacht beschreiben wir beispielhaft in unserem Ratgeber Prokura erteilen.

Wie schreibe ich eine Vollmacht: Das Allgemeine

Eine Vollmacht bedarf keiner besonderen Form. Das heißt, Sie können grundsätzlich frei entscheiden, was Sie darin fixieren. Dennoch sollten Sie einen gewissen Rahmen einhalten. Bedenken Sie auch, dass die folgenden Tipps allgemeiner Art sind und nicht für jede Art einer Vollmacht gleichermaßen zutreffen. Weitergehende juristische Details zum Thema hat die Universität Würzburg zusammengestellt.

  • Machen Sie sich zunächst genau klar, was Sie mit der Befugnis erreichen wollen. Nur dies sollte Gegenstand der Vollmacht sein.
  • Möglicherweise genügt für Ihre Zwecke eine Vorlage. Diverse Beispiele dafür finden Sie auf der Internetseite "Vollmacht-Muster.de". Oder: Wollen Sie beispielsweise einfach die Abholung von Briefen oder Paketen einer anderen Person übertragen, dann finden Sie auch bei der betreffenden Institution, hier einem Postdienstleister, entsprechende Dokumente.
  • Halten Sie in dem Vertrag wichtige Details so präzise wie möglich fest.
  • Holen Sie in Zweifelsfragen juristischen Beistand ein. Das empfiehlt sich besonders bei weitreichenden Vereinbarungen wie einer Generalvollmacht.
  • Geben Sie den Zeitraum an, in welchem die Vertretungsregelung gelten soll. Hinweis: Eine transmortale Vollmacht beginnt zu Ihren Lebzeiten und reicht über Ihren Tod hinaus. Eine Postmortale setzt erst ein, wenn Sie gestorben sind.
  • Eine Selbstverständlichkeit: Ihr Anliegen muss allgemein verständlich formuliert sein. Auch Dritte, wie Behörden, müssen den Inhalt voraussetzungslos erfassen können.

Wie schreibe ich eine Vollmacht: Die Details

Wenden wir uns nun den Einzelheiten zu, die in jeder Vollmacht stehen sollten. Ein ganz einfacher Aufbau sieht so aus:

Vollmacht

Ich, Vollmachtgeber Zuname, Vorname

  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Adresse
  • Telefonnummer(n)

bevollmächtige Frau/Herr, Zuname, Vorname

  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Adresse
  • Telefonnummer(n)

dazu, ..."

  • Es folgt der Vollmachtsbetreff, mit dem Sie die Überantwortung Ihrer Handlungs- oder Entscheidungsgewalt an die bevollmächtigte Person präzisieren.

Datum, Unterschrift

Fertig. Wichtig: Damit die Vollmacht wirksam ist, muss sie im Besitz der bevollmächtigten Person sein und ist von dieser bei Bedarf im Original vorzulegen.

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Einen Stellvertreter zu benennen ist Vertrauenssache. Weniger klar ist, wie eine entsprechende Befugnis aussieht. Viele fragen sich daher: Wie schreibe ich eine Vollmacht? Wir bleiben Ihnen die Antwort nicht schuldig.
Wie schreibe ich eine Vollmacht? 4 Tipps zum Thema Wie schreibe ich eine Vollmacht? Diese Frage stellt sich häufig, wenn Nachfolger oder Stellvertreter gesucht sind. (© 2016 Rido/Shutterstock)

Was ist eine Vollmacht?

Bevor wir zur Antwort auf die Frage kommen, wie schreibe ich eine Vollmacht, hier eine kurze Definition: Grob gesagt, ist eine Vollmacht die Erlaubnis einer anderen Person, geschäftliche Entscheidungen an Ihrer statt zu treffen. Sie setzen damit praktisch einen Vertreter oder eine Vertreterin für sich ein. Juristisch ist die Vollmacht in § 164ff. BGB geregelt. Demnach handelt der oder die Vertretende in Ihrem Namen und im Rahmen seiner oder ihrer Vertretungsmacht. Wie weit die reicht und unter welchen Umständen sie gilt, kommt in der Vollmacht zum Ausdruck.

Sie merken, hier geht es um eine Vertrauenssache. Wählen Sie deshalb Ihre Stellvertretung mit Bedacht. Denn die erteilte Befugnis gilt unter Umständen auch, wenn Sie selbst – etwa durch Krankheit – handlungsunfähig sind. Zur Sicherheit können Sie einen neutralen Kontrollbevollmächtigten (Anwalt oder Notar) einsetzen. Der schaut dem eigentlichen Bevollmächtigten auf die Finger und kann schlimmstenfalls dessen Ermächtigung kassieren.

Wann ist eine Vollmacht sinnvoll?

Notwendig kann eine solche Berechtigung unter anderem sein, wenn es um ...

  • rechtsgeschäftliche Dinge,
  • Vertretungen in gesetzlicher und
  • Vertretungen in organischer Hinsicht oder die
  • Verwaltung fremder Vermögen geht.

Näheres über Sinn und Zweck einer Vollmacht beschreiben wir beispielhaft in unserem Ratgeber Prokura erteilen.

Wie schreibe ich eine Vollmacht: Das Allgemeine

Eine Vollmacht bedarf keiner besonderen Form. Das heißt, Sie können grundsätzlich frei entscheiden, was Sie darin fixieren. Dennoch sollten Sie einen gewissen Rahmen einhalten. Bedenken Sie auch, dass die folgenden Tipps allgemeiner Art sind und nicht für jede Art einer Vollmacht gleichermaßen zutreffen. Weitergehende juristische Details zum Thema hat die Universität Würzburg zusammengestellt.

  • Machen Sie sich zunächst genau klar, was Sie mit der Befugnis erreichen wollen. Nur dies sollte Gegenstand der Vollmacht sein.
  • Möglicherweise genügt für Ihre Zwecke eine Vorlage. Diverse Beispiele dafür finden Sie auf der Internetseite "Vollmacht-Muster.de". Oder: Wollen Sie beispielsweise einfach die Abholung von Briefen oder Paketen einer anderen Person übertragen, dann finden Sie auch bei der betreffenden Institution, hier einem Postdienstleister, entsprechende Dokumente.
  • Halten Sie in dem Vertrag wichtige Details so präzise wie möglich fest.
  • Holen Sie in Zweifelsfragen juristischen Beistand ein. Das empfiehlt sich besonders bei weitreichenden Vereinbarungen wie einer Generalvollmacht.
  • Geben Sie den Zeitraum an, in welchem die Vertretungsregelung gelten soll. Hinweis: Eine transmortale Vollmacht beginnt zu Ihren Lebzeiten und reicht über Ihren Tod hinaus. Eine Postmortale setzt erst ein, wenn Sie gestorben sind.
  • Eine Selbstverständlichkeit: Ihr Anliegen muss allgemein verständlich formuliert sein. Auch Dritte, wie Behörden, müssen den Inhalt voraussetzungslos erfassen können.

Wie schreibe ich eine Vollmacht: Die Details

Wenden wir uns nun den Einzelheiten zu, die in jeder Vollmacht stehen sollten. Ein ganz einfacher Aufbau sieht so aus:

Vollmacht

Ich, Vollmachtgeber Zuname, Vorname

  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Adresse
  • Telefonnummer(n)

bevollmächtige Frau/Herr, Zuname, Vorname

  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Adresse
  • Telefonnummer(n)

dazu, ..."

  • Es folgt der Vollmachtsbetreff, mit dem Sie die Überantwortung Ihrer Handlungs- oder Entscheidungsgewalt an die bevollmächtigte Person präzisieren.

Datum, Unterschrift

Fertig. Wichtig: Damit die Vollmacht wirksam ist, muss sie im Besitz der bevollmächtigten Person sein und ist von dieser bei Bedarf im Original vorzulegen.

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