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Impressumspflicht: Das gehört auf Ihre Homepage

Egal ob Online-Shop oder Firmenhomepage: Wer im Netz wirtschaftliche Interessen verfolgt, muss sich an die Impressumspflicht halten. Wird diese verletzt, drohen Abmahnungen und saftige Geldstrafen.
Impressumspflicht: Das gehört auf Ihre Homepage Wird die Impressumspflicht verletzt, drohen Abmahnungen durch Wettbewerber. (© 2016 SP-Photo/Shutterstock)

Warum gibt es überhaupt eine Impressumspflicht?

Etwas salopp formuliert: Für mehr Transparenz im Netz. Der Nutzer soll schließlich wissen, mit wem er es zu tun hat und wer hinter einer Webseite steckt. Außerdem muss eine ladungsfähige Anschrift auf der Seite vorhanden sein. Das ist die Adresse, unter der eine Rechtspartei tatsächlich anzutreffen ist. Dadurch werden etwaige Klagen und Rechtsansprüche für Geschäftspartner und Verbraucher gewährleistet.

Wer braucht ein Impressum?

Laut Telemediengesetz (TMG) brauchen alle "geschäftsmäßigen Dienstanbieter" ein Impressum. Darunter fallen alle Online-Shops, Dienstleister und Unternehmenshomepages. Anders formuliert: Verfolgen Sie ein wirtschaftliches Interesse, dann gilt die Impressumspflicht auch für Sie. Wer einen Blog lediglich für rein private und familiäre Zwecke betreibt, bleibt von der Regelung unberührt.

Gut zu wissen: Mehrere Gerichtsurteile zeigen, dass auch geschäftliche Social-Media-Profile (Facebook, Twitter etc.) ein Impressum benötigen. Dieses kann als Link zur Homepage eingefügt werden oder Sie geben alle nötigen Informationen auf der Plattform selbst an.

Und was ist mit Blogs? Falls Sie eine Seite mit einem journalistisch-redaktionellen Angebot betreiben, sollten Sie ebenfalls auf Nummer sicher gehen und die vorgeschriebenen Kontaktdaten anführen.

Was muss im Impressum stehen?

Das ist vom Telemediengesetz genau geregelt:

      • Der Vor- und Nachname des Seitenbetreibers. Bei juristischen Personen muss auch die Rechtsform (GmbH, AG und so weiter) angegeben werden.
      • Die ladungsfähige Anschrift des Betreibers. Juristische Personen oder Personengesellschaften geben die Adresse Ihres Unternehmenssitzes an.
      • Eine E-Mail-Adresse, die eine unmittelbare Kontaktaufnahme ermöglicht.
      • Falls Ihr Unternehmen für die Ausführung Ihrer Tätigkeiten eine behördliche Zulassung braucht, dann ist auch die zuständige Aufsichtsbehörde aufzulisten. Am besten mit Postadresse und Link zur Homepage der Behörde.
      • Sie sind in einem Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister eingetragen? Dann geben Sie die entsprechenden Registernummern an.
      • Auch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder eine Wirtschafts-Identifikationsnummer dürfen laut Impressumspflicht nicht fehlen.
      • Befinden sich Aktiengesellschaften oder Kommanditgesellschaften in Abwicklung oder Liquidation, so muss darüber Auskunft gegeben werden.

Berufe mit besonderen Befähigungsnachweisen wie zum Beispiel Ärzte oder Anwälte müssen noch ein paar Zusatzinfos angeben:

  • die Kammerzugehörigkeit,
  • die gesetzliche Berufsbezeichnung und das Land, in dem die Berufsbezeichnung verliehen worden ist sowie
  • die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen und wie diese zugänglich sind.

Wo muss das Impressum platziert sein?

Auch zu dieser Frage haben Gerichte bereits Grundsatzurteile gefällt. Das Impressum muss laut Bundesgerichtshof mit zwei Klicks von der Startseite aus erreichbar sein.  Am besten siedeln Sie das Impressum in einem eigenen Menüpunkt in der Navigation am Ende der Seite an. So ist es auch von allen Unterseiten leicht zu erreichen. Stellen Sie außerdem sicher, dass die gemachten Angaben stets aktuell sind.

Was passiert, wenn KMU die Impressumspflicht verletzen?

Das kann ganz schön teuer werden. Wer den kommerziellen Charakter seiner Seite verschleiert oder verheimlicht, kann laut TMG mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro bestraft werden. In der Praxis sind solche Geldstrafen bei fehlenden oder unvollständigen Impressen selten. Nichtsdestotrotz können durch Abmahnungen schnell beträchtliche Anwaltskosten entstehen. In der Vergangenheit haben Wettbewerber bei der Verletzung der Impressumspflicht häufig Ihre Konkurrenten abgemahnt. Der Streitwert bei einstweiliger Verfügung aufgrund eines fehlenden Impressums betrug dabei nicht selten 5.000 Euro.

Weiterführende Links:

  • Impressumspflicht: E-Recht24 bietet einen Generator an, der mit wenigen Klicks ein rechtssicheres Impressum erstellt.
  • Letzte Warnung: 5 wichtige Abmahnungsgründe.
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Impressumspflicht: Das gehört auf Ihre Homepage

Egal ob Online-Shop oder Firmenhomepage: Wer im Netz wirtschaftliche Interessen verfolgt, muss sich an die Impressumspflicht halten. Wird diese verletzt, drohen Abmahnungen und saftige Geldstrafen.
Impressumspflicht: Das gehört auf Ihre Homepage Wird die Impressumspflicht verletzt, drohen Abmahnungen durch Wettbewerber. (© 2016 SP-Photo/Shutterstock)

Warum gibt es überhaupt eine Impressumspflicht?

Etwas salopp formuliert: Für mehr Transparenz im Netz. Der Nutzer soll schließlich wissen, mit wem er es zu tun hat und wer hinter einer Webseite steckt. Außerdem muss eine ladungsfähige Anschrift auf der Seite vorhanden sein. Das ist die Adresse, unter der eine Rechtspartei tatsächlich anzutreffen ist. Dadurch werden etwaige Klagen und Rechtsansprüche für Geschäftspartner und Verbraucher gewährleistet.

Wer braucht ein Impressum?

Laut Telemediengesetz (TMG) brauchen alle "geschäftsmäßigen Dienstanbieter" ein Impressum. Darunter fallen alle Online-Shops, Dienstleister und Unternehmenshomepages. Anders formuliert: Verfolgen Sie ein wirtschaftliches Interesse, dann gilt die Impressumspflicht auch für Sie. Wer einen Blog lediglich für rein private und familiäre Zwecke betreibt, bleibt von der Regelung unberührt.

Gut zu wissen: Mehrere Gerichtsurteile zeigen, dass auch geschäftliche Social-Media-Profile (Facebook, Twitter etc.) ein Impressum benötigen. Dieses kann als Link zur Homepage eingefügt werden oder Sie geben alle nötigen Informationen auf der Plattform selbst an.

Und was ist mit Blogs? Falls Sie eine Seite mit einem journalistisch-redaktionellen Angebot betreiben, sollten Sie ebenfalls auf Nummer sicher gehen und die vorgeschriebenen Kontaktdaten anführen.

Was muss im Impressum stehen?

Das ist vom Telemediengesetz genau geregelt:

      • Der Vor- und Nachname des Seitenbetreibers. Bei juristischen Personen muss auch die Rechtsform (GmbH, AG und so weiter) angegeben werden.
      • Die ladungsfähige Anschrift des Betreibers. Juristische Personen oder Personengesellschaften geben die Adresse Ihres Unternehmenssitzes an.
      • Eine E-Mail-Adresse, die eine unmittelbare Kontaktaufnahme ermöglicht.
      • Falls Ihr Unternehmen für die Ausführung Ihrer Tätigkeiten eine behördliche Zulassung braucht, dann ist auch die zuständige Aufsichtsbehörde aufzulisten. Am besten mit Postadresse und Link zur Homepage der Behörde.
      • Sie sind in einem Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister eingetragen? Dann geben Sie die entsprechenden Registernummern an.
      • Auch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder eine Wirtschafts-Identifikationsnummer dürfen laut Impressumspflicht nicht fehlen.
      • Befinden sich Aktiengesellschaften oder Kommanditgesellschaften in Abwicklung oder Liquidation, so muss darüber Auskunft gegeben werden.

Berufe mit besonderen Befähigungsnachweisen wie zum Beispiel Ärzte oder Anwälte müssen noch ein paar Zusatzinfos angeben:

  • die Kammerzugehörigkeit,
  • die gesetzliche Berufsbezeichnung und das Land, in dem die Berufsbezeichnung verliehen worden ist sowie
  • die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen und wie diese zugänglich sind.

Wo muss das Impressum platziert sein?

Auch zu dieser Frage haben Gerichte bereits Grundsatzurteile gefällt. Das Impressum muss laut Bundesgerichtshof mit zwei Klicks von der Startseite aus erreichbar sein.  Am besten siedeln Sie das Impressum in einem eigenen Menüpunkt in der Navigation am Ende der Seite an. So ist es auch von allen Unterseiten leicht zu erreichen. Stellen Sie außerdem sicher, dass die gemachten Angaben stets aktuell sind.

Was passiert, wenn KMU die Impressumspflicht verletzen?

Das kann ganz schön teuer werden. Wer den kommerziellen Charakter seiner Seite verschleiert oder verheimlicht, kann laut TMG mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro bestraft werden. In der Praxis sind solche Geldstrafen bei fehlenden oder unvollständigen Impressen selten. Nichtsdestotrotz können durch Abmahnungen schnell beträchtliche Anwaltskosten entstehen. In der Vergangenheit haben Wettbewerber bei der Verletzung der Impressumspflicht häufig Ihre Konkurrenten abgemahnt. Der Streitwert bei einstweiliger Verfügung aufgrund eines fehlenden Impressums betrug dabei nicht selten 5.000 Euro.

Weiterführende Links:

  • Impressumspflicht: E-Recht24 bietet einen Generator an, der mit wenigen Klicks ein rechtssicheres Impressum erstellt.
  • Letzte Warnung: 5 wichtige Abmahnungsgründe.
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