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Falschgeld erkennen: Wenn Blüten in der Kasse sind

Mit Blüten in der Kasse blüht Ihnen vor allem Ärger – zumindest wenn Sie diese weiter verbreiten. Doch wie können Sie Falschgeld erkennen? Und was haben Sie zu tun, wenn Sie bemerken, dass Kunden mit falschen Scheinen bezahlen?
Falschgeld erkennen: Wenn Blüten in der Kasse sind Nehmen Sie Banknoten genau unter die Lupe, um Falschgeld zu erkennen. (© 2016 yurchello108/Shutterstock)

Falschgeld erkennen mit dem "Fühlen-Sehen-Kippen"-Test

899.000 – das ist die Anzahl der gefälschten Scheine, die im vergangenen Jahr aus dem Verkehr gezogen wurden. Das Magazin "impulse" beruft sich dabei auf Angaben der Europäischen Zentralbank. Problematisch: Sobald Sie das Falschgeld weiter in Umlauf bringen, machen Sie sich strafbar – trotz Ihrer Unwissenheit. Damit das nicht passiert, gilt es auf bestimmte Sicherheitsmerkmale zu achten. Diese lassen sich durch den sogenannten "Fühlen-Sehen-Kippen"-Test überprüfen.

Fühlen

Achten Sie darauf, wie sich die Euro-Banknote anfühlt. Das Papier sollte griffig und fest sein. Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal sind außerdem die fühlbaren Reliefs. So sollten Sie auf der Vorderseite des Scheins – am linken und rechten Rand – erhabene Linien ertasten können. Diese dienen übrigens nicht nur als Fälschungsschutz, sondern ermöglichen Sehbehinderten die einzelnen Scheine auseinanderzuhalten. Weitere Reliefs sind außerdem auf dem Hauptmotiv, der großen Wertzahl und der "BCE ECB ..."-Schrift spürbar.

Sehen

Licht und gesunde Augen – das reicht manchmal schon, um Falschgeld zu erkennen. Betrachten Sie die Banknote gegen das Licht und konzentrieren Sie sich zunächst auf das Porträtfenster oben rechts. Das Fenster des Hologramm sollte durchsichtig werden. In der Mitte ist ein Porträt der Europa zu sehen. Wenn Sie den Schein nun kippen, erscheint die von Regenbogenfarben umgebene Wertzahl der Banknote im Fenster. Auf der Rückseite ist die Zahl mehrfach im Fenster zu sehen.

Apropos Europa. Das Porträt der mythologischen Gestalt sowie die Wertzahl und das Hauptmotiv sind außerdem auf der linken Seite zu erkennen – aber nur, wenn Sie den Schein gegen das Licht halten.

Der Licht-Check offenbart ein weiteres Geheimnis echter Banknoten: Etwa in der Mitte des Scheins erscheint dann ein dunkler Streifen. Auf dem Sicherheitsfaden werden in kleiner weißer Schrift die Wertzahl der Banknote sowie das Eurozeichen sichtbar.

Kippen

Beim Kippen des Scheins sollten Sie sich auf den rechts abgebildeten Folienstreifen konzentrieren. Unter dem bereits beschriebenen, von Regenbogenfarben umgebenen Porträtfenster sind das Eurosymbol sowie ein Hologramm des Hauptmotivs und der Wertzahl zu sehen.

Nun schauen Sie sich die linke untere Ecke noch einmal genauer an. Dort ist abermals die Wertzahl des Scheins zu erkennen. Wenn Sie die Banknote kippen, dann sehen Sie, wie sich auf der Zahl ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Zudem verändert sich die glänzende Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Falsche Münzen im Umlauf?

Neben Scheinen können auch Münzen gefälscht sein. Um diese auf Echtheit zu prüfen, sollten Sie auf folgende Hinweise der Polizei achten:

  • Sind klare Konturen erkennbar? Fälschungen wirken oft verschwommen und sind uneben.
  • Echte Zwei-Euro-Münzen besitzen gestochen scharfe Randprägungen. Bei falschen Münzen sind diese Randprägungen oftmals unvollständig und unregelmäßig.
  • Die Farbtönung unterscheidet sich häufig von den echten Münzen.
  • Echte Ein-Euro und Zwei-Euro-Münzen sind schwach magnetisch. Es fällt nicht schwer, diese vom Magneten abzulösen. Fälschungen hingegen haften meist entweder sehr stark oder gar nicht an Magneten.

Wenn ein Kunde mit Falschgeld bezahlt...

Sollte Ihnen auffallen, dass ein Kunde mit Falschgeld bezahlt, dann behalten Sie es ein und verwahren es sicher. Informieren Sie den Kunden über Ihren Verdacht und notieren Sie sich seine Kontaktdaten, damit er das Geld im Falle eines Fehlalarms zurückbekommt. Benachrichtigen Sie außerdem umgehend die Polizei.

Womöglich entpuppt sich der Kunde selbst als Täter und zeigt sich entsprechend wenig kooperativ. Sollte dieser nach Ihrem Verdacht verschwinden, ist es wichtig, der Polizei eine möglichst genaue Personenbeschreibung zu geben. Im Falle, dass Überwachungskameras vorhanden sind, die den Fälscher im Visier hatten, stellen Sie die Aufzeichnung der Polizei zur Verfügung.

Wichtig: Wenn sie der Anhaltepflicht nicht nachkommen, kann der Verstoß mit einer Geldbuße von bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Darüber informiert die Deutsche Bundesbank. Für Falschgeld gibt es außerdem keinen Ersatz. Geben Sie Ware daher immer erst heraus, wenn Sie davon überzeugt sind, dass der Kunde mit gültigem Geld bezahlt.

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Falschgeld erkennen: Wenn Blüten in der Kasse sind Nehmen Sie Banknoten genau unter die Lupe, um Falschgeld zu erkennen. (© 2016 yurchello108/Shutterstock)

Falschgeld erkennen mit dem "Fühlen-Sehen-Kippen"-Test

899.000 – das ist die Anzahl der gefälschten Scheine, die im vergangenen Jahr aus dem Verkehr gezogen wurden. Das Magazin "impulse" beruft sich dabei auf Angaben der Europäischen Zentralbank. Problematisch: Sobald Sie das Falschgeld weiter in Umlauf bringen, machen Sie sich strafbar – trotz Ihrer Unwissenheit. Damit das nicht passiert, gilt es auf bestimmte Sicherheitsmerkmale zu achten. Diese lassen sich durch den sogenannten "Fühlen-Sehen-Kippen"-Test überprüfen.

Fühlen

Achten Sie darauf, wie sich die Euro-Banknote anfühlt. Das Papier sollte griffig und fest sein. Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal sind außerdem die fühlbaren Reliefs. So sollten Sie auf der Vorderseite des Scheins – am linken und rechten Rand – erhabene Linien ertasten können. Diese dienen übrigens nicht nur als Fälschungsschutz, sondern ermöglichen Sehbehinderten die einzelnen Scheine auseinanderzuhalten. Weitere Reliefs sind außerdem auf dem Hauptmotiv, der großen Wertzahl und der "BCE ECB ..."-Schrift spürbar.

Sehen

Licht und gesunde Augen – das reicht manchmal schon, um Falschgeld zu erkennen. Betrachten Sie die Banknote gegen das Licht und konzentrieren Sie sich zunächst auf das Porträtfenster oben rechts. Das Fenster des Hologramm sollte durchsichtig werden. In der Mitte ist ein Porträt der Europa zu sehen. Wenn Sie den Schein nun kippen, erscheint die von Regenbogenfarben umgebene Wertzahl der Banknote im Fenster. Auf der Rückseite ist die Zahl mehrfach im Fenster zu sehen.

Apropos Europa. Das Porträt der mythologischen Gestalt sowie die Wertzahl und das Hauptmotiv sind außerdem auf der linken Seite zu erkennen – aber nur, wenn Sie den Schein gegen das Licht halten.

Der Licht-Check offenbart ein weiteres Geheimnis echter Banknoten: Etwa in der Mitte des Scheins erscheint dann ein dunkler Streifen. Auf dem Sicherheitsfaden werden in kleiner weißer Schrift die Wertzahl der Banknote sowie das Eurozeichen sichtbar.

Kippen

Beim Kippen des Scheins sollten Sie sich auf den rechts abgebildeten Folienstreifen konzentrieren. Unter dem bereits beschriebenen, von Regenbogenfarben umgebenen Porträtfenster sind das Eurosymbol sowie ein Hologramm des Hauptmotivs und der Wertzahl zu sehen.

Nun schauen Sie sich die linke untere Ecke noch einmal genauer an. Dort ist abermals die Wertzahl des Scheins zu erkennen. Wenn Sie die Banknote kippen, dann sehen Sie, wie sich auf der Zahl ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Zudem verändert sich die glänzende Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Falsche Münzen im Umlauf?

Neben Scheinen können auch Münzen gefälscht sein. Um diese auf Echtheit zu prüfen, sollten Sie auf folgende Hinweise der Polizei achten:

  • Sind klare Konturen erkennbar? Fälschungen wirken oft verschwommen und sind uneben.
  • Echte Zwei-Euro-Münzen besitzen gestochen scharfe Randprägungen. Bei falschen Münzen sind diese Randprägungen oftmals unvollständig und unregelmäßig.
  • Die Farbtönung unterscheidet sich häufig von den echten Münzen.
  • Echte Ein-Euro und Zwei-Euro-Münzen sind schwach magnetisch. Es fällt nicht schwer, diese vom Magneten abzulösen. Fälschungen hingegen haften meist entweder sehr stark oder gar nicht an Magneten.

Wenn ein Kunde mit Falschgeld bezahlt...

Sollte Ihnen auffallen, dass ein Kunde mit Falschgeld bezahlt, dann behalten Sie es ein und verwahren es sicher. Informieren Sie den Kunden über Ihren Verdacht und notieren Sie sich seine Kontaktdaten, damit er das Geld im Falle eines Fehlalarms zurückbekommt. Benachrichtigen Sie außerdem umgehend die Polizei.

Womöglich entpuppt sich der Kunde selbst als Täter und zeigt sich entsprechend wenig kooperativ. Sollte dieser nach Ihrem Verdacht verschwinden, ist es wichtig, der Polizei eine möglichst genaue Personenbeschreibung zu geben. Im Falle, dass Überwachungskameras vorhanden sind, die den Fälscher im Visier hatten, stellen Sie die Aufzeichnung der Polizei zur Verfügung.

Wichtig: Wenn sie der Anhaltepflicht nicht nachkommen, kann der Verstoß mit einer Geldbuße von bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Darüber informiert die Deutsche Bundesbank. Für Falschgeld gibt es außerdem keinen Ersatz. Geben Sie Ware daher immer erst heraus, wenn Sie davon überzeugt sind, dass der Kunde mit gültigem Geld bezahlt.

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