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Produktpiraterie: Wie sich Firmen vor Fälschern schützen

Taschen, Schuhe, Technik – Fälscher kopieren heute fast alles. Produktpiraterie breitet sich deshalb immer weiter aus – schon gehen deutschen Unternehmen jährlich 56 Milliarden Euro durch billige Imitate flöten. Patentschutz-Experte Volker Bartels weiß Rat.
Produktpiraterie: Wie sich Firmen vor Fälschern schützen Taschen gehören zu den favorisierten Fälschungsobjekten der Plagiatoren. (© 2016 AHMAD FAIZAL YAHYA/Shutterstock)

Produktpiraterie: Aufschwung durch das Internet

"Das ist alles nur geklaut!" – sangen einst die Prinzen. Doch leider erkennt man geklaute oder nachgeahmte Ware nicht immer auf den ersten Blick. Das weiß auch der Vorsitzende des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) Volker Bartels, wie das Portal "Handelsblatt" berichtet. Beispiel: Internetseiten. Plagiatoren imitieren die Originalwebsites von Markenherstellern und vertreiben darüber optisch gut kopierte Produkte in technisch schlechter Qualität. Wer die reklamiert, dem jubeln die betrügerischen Betreiber auch noch Kontaktdaten ahnungsloser Dritter unter.

Das zeigt, dass die Produktpiraterie durch den Vertrieb per Internet eine neue Qualität gewonnen hat. Die Plagiate werden vielfach direkt aus den Herstellungsländern – meistens in Fernost – an die Endverbraucher verschickt. Die Absender bleiben oft anonym. Das macht es den Gesetzeshütern schwer, ihnen auf die Schliche zu kommen.

Schuhe und Kleidung sind dabei die Klassiker unter den Imitaten. Aber auch Accessoires, Modeschmuck, Sonnenbrillen, Parfums, Taschen, Kopfhörer, Uhren und sogar Medikamente werden gerne gefälscht.

Und wie können sich Firmen vor fieser Produktpiraterie schützen? Einfach nicht mehr nach Fernost zu vertreiben, sei laut Bartels keine sichere Maßnahme. Denn Fälscher sind gut darüber informiert, welche Produkte in Europa oder Amerika profitabel sind.

Sicherheit durch internationale Schutzrechte

Stattdessen sollten kleine und mittelständische Firmen ihre Innovationen mit eigenen Schutzrechten sichern und Patente, Marken oder Designs nicht nur im eigenen Land, sondern auch auf allen verkaufsrelevanten Verkaufsmärkten registrieren. Das heißt also, auch im Ausland.

Darüber hinaus empfiehlt sich eine sichere Produktkennzeichnung. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten von einfachen QR-Codes über Hologramme bis hin zu nicht kopierbaren Mustern. Die Investition in derartige Sicherheitsmaßnahmen lohnt sich allemal. Denn das Vorgehen gegen Fälschungen verursacht weitaus weniger Kosten als der Schaden durch billige Kopien.

Was Firmen im Falle einer Patentverletzung tun können, verrät der Ratgeber "Patentverletzung: So wehren sich Patentinhaber erfolgreich".

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Taschen, Schuhe, Technik – Fälscher kopieren heute fast alles. Produktpiraterie breitet sich deshalb immer weiter aus – schon gehen deutschen Unternehmen jährlich 56 Milliarden Euro durch billige Imitate flöten. Patentschutz-Experte Volker Bartels weiß Rat.
Produktpiraterie: Wie sich Firmen vor Fälschern schützen Taschen gehören zu den favorisierten Fälschungsobjekten der Plagiatoren. (© 2016 AHMAD FAIZAL YAHYA/Shutterstock)

Produktpiraterie: Aufschwung durch das Internet

"Das ist alles nur geklaut!" – sangen einst die Prinzen. Doch leider erkennt man geklaute oder nachgeahmte Ware nicht immer auf den ersten Blick. Das weiß auch der Vorsitzende des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) Volker Bartels, wie das Portal "Handelsblatt" berichtet. Beispiel: Internetseiten. Plagiatoren imitieren die Originalwebsites von Markenherstellern und vertreiben darüber optisch gut kopierte Produkte in technisch schlechter Qualität. Wer die reklamiert, dem jubeln die betrügerischen Betreiber auch noch Kontaktdaten ahnungsloser Dritter unter.

Das zeigt, dass die Produktpiraterie durch den Vertrieb per Internet eine neue Qualität gewonnen hat. Die Plagiate werden vielfach direkt aus den Herstellungsländern – meistens in Fernost – an die Endverbraucher verschickt. Die Absender bleiben oft anonym. Das macht es den Gesetzeshütern schwer, ihnen auf die Schliche zu kommen.

Schuhe und Kleidung sind dabei die Klassiker unter den Imitaten. Aber auch Accessoires, Modeschmuck, Sonnenbrillen, Parfums, Taschen, Kopfhörer, Uhren und sogar Medikamente werden gerne gefälscht.

Und wie können sich Firmen vor fieser Produktpiraterie schützen? Einfach nicht mehr nach Fernost zu vertreiben, sei laut Bartels keine sichere Maßnahme. Denn Fälscher sind gut darüber informiert, welche Produkte in Europa oder Amerika profitabel sind.

Sicherheit durch internationale Schutzrechte

Stattdessen sollten kleine und mittelständische Firmen ihre Innovationen mit eigenen Schutzrechten sichern und Patente, Marken oder Designs nicht nur im eigenen Land, sondern auch auf allen verkaufsrelevanten Verkaufsmärkten registrieren. Das heißt also, auch im Ausland.

Darüber hinaus empfiehlt sich eine sichere Produktkennzeichnung. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten von einfachen QR-Codes über Hologramme bis hin zu nicht kopierbaren Mustern. Die Investition in derartige Sicherheitsmaßnahmen lohnt sich allemal. Denn das Vorgehen gegen Fälschungen verursacht weitaus weniger Kosten als der Schaden durch billige Kopien.

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